Nach gutem Saisonstart hatte das Team von Trainer Roberto Pätzold im Herbst mit einem Formtief zu kämpfen.
FrauenfußballBayer 04 Leverkusen hadert mit Dellen in der Entwicklung

Vanessa Fudalla (rechts) ist mit acht Treffern die erfolgreichste Torschützin von Bayer 04 Leverkusen.
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Die Pause war kurz. Nach rund zwei Wochen ohne Training haben die Fußballerinnen des Erstligisten Bayer 04 die Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in die Meisterschaft in Angriff genommen. Am Samstag entflieht das Team um Bayer-Coach Roberto Pätzold dann Kälte und Schnee. Es geht in ein einwöchiges Trainingslager im portugiesischen Faro. Dort wird am Freitag (16. Januar/14.30 Uhr) ein Testspiel gegen den schweizerischen Tabellenführer Servette FCCF ausgetragen.
Am Freitag (23. Januar/18.30 Uhr) wird es dann in der Heimat wieder ernst, wenn es zum Aufsteiger 1. FC Union Berlin geht. Das erste Heimspiel des Jahres bestreitet Bayer 04 am Samstag (31. Januar/12 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg.
Die Ansprüche bei Bayer 04 Leverkusen sind gewachsen
Achim Feifel, Sportlicher Leiter in Leverkusen, ordnet die zurückliegenden Leistungen und die Ambitionen für die kommende Zeit ein. Der vierte Platz zum Abschluss der vergangenen Saison habe dafür gesorgt, dass „eine gewisse Erwartungshaltung und Ansprüche an sich selbst“ gewachsen seien, meint er.
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„Klar war aber auch, dass es nicht einfach wird, diesen erfolgreichen Weg ohne zwischenzeitliche Hürden zu bestätigen. Wir sind sehr gut in die neue Saison gestartet, angefangen mit einem starken Auftritt in der Allianz-Arena in München. Nach einigen Siegen kam leider eine kleine Delle“, sagt er über die Rückschläge im Herbst, die seine Mannschaft auf Rang sieben haben abrutschen lassen.
es zeichnet sich ab, dass ein breites Feld an Teams um den dritten Platz spielt – wir zählen dazu
„Es ist in dieser Liga sehr wichtig, immer die Bodenhaftung zu bewahren. Die Konkurrenz wird immer größer und es zeichnet sich ab, dass ein breites Feld an Teams um den dritten Platz spielt – wir zählen dazu“, so Feifel.
Derzeit breche man weder in Jubelstürme aus noch sei man unzufrieden. Mit der Entwicklung der neuen Spielerinnen zeigt sich Feifel zufrieden. Carlotta Wamser sei bis zu ihrer Verletzung „ein Motor für die Mannschaft“ gewesen. Entsprechend froh dürfte er darüber sein, dass Wamser beim 0:3 gegen den FC Bayern zwei Tage vor Weihnachten in der 60. Minute ihr Comeback geben konnte. „Auch Vanessa Fudalla ist voll eingeschlagen und hat mit ihren vielen Scorerpunkten das bestätigt, was sie in den letzten Jahren in Leipzig gezeigt hat“, so Feifel über die beste Torschützin der Mannschaft, die mit acht Treffern Platz fünf in der Bundesliga-Torjägerinnenliste belegt.
Lob erhält auch Claudia Wenger. Diese habe sich bis zu ihren leichten Verletzungsproblemen gut eingefügt und der Innenverteidigung zusätzliche Stabilität verliehen. Die Entwicklung von Valentina Mädl, die vor ihrem Wechsel nach Leverkusen monatelang verletzt war, sieht Feifel positiv. In der Rückrunde sei hoffentlich noch mehr möglich, erklärt er.
Feifel sieht aber auch einige Schwächen im Spiel seiner Mannschaft. So habe diese sich in der Defensive zuletzt einige Fehler geleistet, „die in der Bundesliga so nicht passieren dürfen“. Auch habe es an Effizienz im Abschluss gefehlt. „Deshalb müssen wir uns mit noch mehr Kreativität klarere Torchancen herausspielen“, folgert der Sportliche Leiter.

