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FC-Torhüter Schwäbe nach dem 1:3 bedient„Das reicht nicht, um in der Bundesliga zu bestehen“

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Trainer Rene WAGNER K und Torwart Marvin SCHWAEBE, Schwäbe K Enttaeuschung, enttaeuscht, Frust, niedergeschlagen, Fussball 1. Bundesliga, 33. Spieltag, matchday33, 1. FC Koeln K - 1. FC Heidenheim 1-3 am 10.05.2026 in Koeln/ Deutschland. DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video  *** Coach Rene WAGNER K and goalkeeper Marvin SCHWAEBE, Schwäbe K Enttaeuschung, enttaeuscht, Frust, niedergeschlagen, Fussball 1 Bundesliga, 33 Spieltag, matchday33, 1 FC Koeln K 1 FC Heidenheim 1 3 am 10 05 2026 in Koeln Germany DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Â

FC-Torhüter Marvin Schwäbe nach dem 1:3 gegen Heidenheim im Gespräch mit Trainer René Wagner

Kölns keeper Marvin Schwäbe übt nach der 1:3-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Heidenheim deutliche Selbstkritik und verabschiedet drei Weggefährten.

Von den Vorderleuten im Stich gelassen und bedient: Nach dem enttäuschenden Auftritt im letzten Heimspiel der Saison fand Marvin Schwäbe klare Worte. „Extremst bitter und absolut nicht zufriedenstellend“, sagte der Torhüter des 1. FC Köln. Man habe sich einiges vorgenommen und beim letzten Heimspiel in dieser Saison noch einmal einen draufsetzen wollen – doch daraus wurde nichts. „Es waren dann hier und da einfach individuelle Fehler, unsauberes Spiel“, analysierte Schwäbe. Einen „Spannungsabfall“, wie er nach dem Schlusspfiff vereinzelt zu hören war, wollte er dabei nicht gelten lassen. „Das hatte gar nichts damit zu tun, dass wir irgendwie einen Spannungsabfall hatten oder ähnliches.“ 

Mit Blick auf die schwache Rückrunde – in den letzten 13 Spielen gelang nur ein Sieg – wurde Schwäbe deutlich und schlug schon fast Alarm: „Das reicht nicht, eine Bundesliga zu bestehen.“ Man werde sich zusammensetzen und analysieren, was schiefgelaufen sei. Die starke erste Saisonphase habe die Mannschaft lange getragen, doch daran gelte es nun nicht mehr anzuknüpfen. Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hatte nach dem Spiel von „zwei, drei Prozentpunkten“ gesprochen, die gefehlt hätten. Schwäbe sah das ähnlich – und benannte, wo er diese Lücke verortet: „Zwei, drei Prozentpunkte in Unkonzentriertheit, in vielleicht individueller Ungenauigkeit.“

Für FC-Interimscoach René Wagner fand Schwäbe hingegen lobende Worte. „Er ist ein sehr kommunikativer, positiver Mensch, der versucht, die Mannschaft mitzureißen, und der die Stellschrauben gedreht hat, die wir in dem Moment gebraucht hatten“, sagte der Schlussmann. Wagner kenne er bereits seit fünf Jahren – und sein Eindruck habe sich nicht verändert. „Ich finde, er hat eine sehr gute Arbeit gemacht – das auf jeden Fall.“ Man hätte freilich mit mehr Punkten noch mehr für ihn tun können. „Am Ende hat es leider irgendwie nicht funktioniert, obwohl wir wollten.“ Ob Wagner eine Chance als Cheftrainer verdiene, liege jedoch nicht in seiner Hand, betonte Schwäbe.

Emotional wurde es beim Abschied der Mitspieler Florian Kainz, Dominique Heintz und Luca Kilian nach dem Schlusspfiff. Schwäbe zeigte sich bewegt. „Das sind Spieler, die ich in ein großes Loch reißen werde – mit ihrer Erfahrung, ihrer Leidenschaft, mit dem, wie sie den Verein, den Klub, die Stadt kennen“, sagte er. Über einen der scheidenden Routiniers sagte er schlicht: „Was für eine Karriere.“ Einen anderen, der zuletzt schwer mit Verletzungspech zu kämpfen hatte, verabschiedete er mit den Worten: „Es hat mir einfach unfassbar leid getan. Ich hoffe, dass er die Chance irgendwo anders noch bekommt, einfach den Spaß am Fußball wieder zu finden.“ Es sei sehr schade, auch wenn irgendwann der Zeitpunkt komme – „gerade bei ihm“.

Die Pfiffe der Fans nach dem Schlusspfiff könne er nachvollziehen, betonte Schwäbe. Er lobte jedoch ausdrücklich, dass die Anhänger am Ende den Schalter umgelegt und die ausscheidenden Spieler herzlich verabschiedet hätten. „Genauso gut finde ich es, dass die am Ende auch den Switch geschafft haben, wenn es darum ging, die Spieler zu verabschieden.“ Den letzten Spieltag in München gehe man dennoch mit vollem Einsatz an: „Wir werden nicht nach München fahren, um eine schöne Abschlussreise zu machen. Wir werden auch da versuchen, alles rauszuholen, um München zu ärgern, dass es schwer wird.“