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Historischer Sieg in MainzMarie-Louise Eta ist erste siegreiche Bundesliga-Trainerin

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Unions Marie-Louise Eta (M) feiert einen historischen Erfolg.

Unions Marie-Louise Eta (M) feiert einen historischen Erfolg.

Marie-Louise Eta schreibt Geschichte: Als erste Cheftrainerin feiert sie mit Union Berlin einen Sieg in der Bundesliga.

Als erste Cheftrainerin hat Marie-Louise Eta (34) in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse einen Sieg errungen. Am 33. Spieltag der Saison setzte sich ihr Verein, der 1. FC Union Berlin, mit 3:1 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 durch. Nachdem Andrej Ilic die Berliner in der 38. Minute in Front gebracht hatte und der frühere Union-Profi Sheraldo Becker (48.) temporär ausgleichen konnte, machten Oliver Burke (88.) und Josip Juranovic (90.+1) den historischen Sieg in der Schlussphase perfekt.

Aus sportlicher Sicht hatte die Begegnung für die beiden Clubs keine wesentliche Relevanz mehr. Der Verbleib in der Liga war für Mainz und Union Berlin schon vor der Partie sichergestellt und eine Teilnahme am europäischen Geschäft war für beide Teams nicht mehr erreichbar. Dennoch besaß das Aufeinandertreffen eine spezielle Komponente für Urs Fischer, den Trainer der Mainzer. Er war von Sommer 2018 bis November 2023 als Coach bei Union Berlin angestellt und hatte den Verein in die erste Liga und zu europäischen Teilnahmen geführt.

Protest der Anhänger und Rückkehr im Tor von Mainz

Eine Aktion der Fans aus Berlin führte im ersten Durchgang zu einer Spielunterbrechung von mehreren Minuten. Mit auf den Rasen geworfenen Tennisbällen äußerten sie ihren Unmut über die Terminierung von Partien an Sonntagen. Aufseiten der Mainzer stand Torhüter Robin Zentner nach einer verletzungsbedingten Abwesenheit zum ersten Mal seit dem 27. November wieder zwischen den Pfosten.

Die Position von Daniel Batz (35) nahm Zentner ein, welcher vor Spielbeginn vom FSV Mainz 05 offiziell verabschiedet wurde. Laut Vereinsmitteilung hatte Batz eine Verlängerung seines Vertrags abgelehnt. Der Club aus Rheinhessen verabschiedete ebenfalls die Spieler Armindo Sieb, Maxim Leitsch und Niklas Tauer.

Späte Tore bringen Union Berlin den Sieg

In der Anfangsphase der Partie bewies Zentner bei einem Kopfstoß von Ilic mit einer Glanzparade sein Können (9.). Wenig später, nachdem Abwehrspieler Danny da Costa bei Mainz ausgewechselt werden musste (16.), erzielte das Gästeteam im Anschluss an die protestbedingte Unterbrechung den Führungstreffer. Nach einer Hereingabe von Aljoscha Kemlein war es Ilic, der per Kopf das 1:0 markierte.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff konnte Mainz durch ein Tor von Becker, vorbereitet von Paul Nebel, das Spiel ausgleichen. Ein vermeintliches weiteres Tor für die Mainzer durch Phillip Tietz in der 57. Minute zählte nach Videobeweis aufgrund einer Abseitsstellung nicht. Erst gegen Ende der Begegnung entschieden Burke und Juranovic mit ihren Toren das Spiel zugunsten der Berliner. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.