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Lizenz für 3. Liga beantragtDer Plan des 1. FC Köln für seine Talente

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Fayssal Harchaoui am Ball

Von Gegnern umringt: Fayssal Harchaoui durfte schon bei den Profis des 1. FC Köln Testspiele und Trainingseinheiten absolvieren.

Für eine bessere Talentförderung beantragt der 1. FC Köln die Drittliga-Lizenz für seine U21. Doch ist das der richtige Weg?

Die Reservemannschaft des 1. FC Köln ist derzeit in der Regionalliga West aktiv. Im Vereinsumfeld wird intensiv debattiert, ob diese Liga eine adäquate Plattform oder ein Karrierehindernis für Nachwuchsakteure darstellt.

Obwohl der Klub die U21 in der vierten Spielklasse als maßgebliche Entwicklungsstufe für junge Spieler ansieht, strebt man einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga an und würde diese Gelegenheit ergreifen.

Finanzielle Hürden und starker Wettbewerb

„Wir legen in der U21 das höchstmögliche Ambitionslevel im Bereich der Spielerentwicklung an den Tag. Das ist unsere Priorität. Wenn die Entwicklung unserer Spieler einen sportlichen Erfolg mit sich bringt, der einen Aufstieg ermöglicht, verwehren wir uns dem nicht. Deswegen haben wir auch in den vergangenen Jahren bereits immer die Lizenz für die 3. Liga beantragt“, sagte Lukas Berg, der Technische Direktor des Vereins, über die Strategie des Klubs gegenüber „Express“.

Um jedoch zu den aussichtsreichsten Aufstiegskandidaten zu gehören, wären höhere finanzielle Mittel nötig, damit Coach Evangelos Sbonias (43) ein schlagkräftiges Team formen kann. Es stellt sich die strategische Frage, was für die Entwicklung der Talente förderlicher ist: ein Platz im oberen Tabellendrittel der Regionalliga oder der Kampf um den Klassenerhalt eine Spielklasse höher.

Die hohe Wettbewerbsdichte in der Regionalliga West ist ein Grund, warum sich der Klub mit seiner zweiten Mannschaft dort grundsätzlich gut aufgestellt sieht. Mit den Reserveteams von Schalke II, Paderborn II, Borussia Dortmund II, Borussia Mönchengladbach II sowie VfL Bochum II misst man sich regelmäßig mit den Nachwuchskräften anderer Spitzenvereine.

Zur Stärkung des Kaders wurde mit Verteidiger Niklas Hoffmann (29) kürzlich ein erfahrener Akteur vom Drittligisten Waldhof Mannheim geholt, der die jungen Spieler führen soll. Dem Verein ist bewusst, dass die Integration von Talenten in den Profikader eine höhere Priorität hat als Erfolge im Juniorenbereich, wie etwa eine A-Jugendmeisterschaft oder das Erreichen des U19-Pokalfinales. In diesem Bereich strebt der Klub künftig weitere Verbesserungen an.

Die Vergangenheit zeigt, dass der Sprung nicht immer gelingt. Nachdem am 2. Januar 2026 fünf Nachwuchsspieler – Torhüter Mikolaj Marutzki (19), die Verteidiger Yannick Mausehund (20) und Cenny Neumann (19) sowie die Stürmer Fynn Schenten (18) und Bernie Lennemann (23) – unter dem früheren Trainer Lukas Kwasniok (45) mit ins Profi-Trainingslager nach Spanien reisen durften, verliefen die Karrieren unterschiedlich.

Während Neumann und Schenten anschließend einige Male im Profiteam eingesetzt wurden, konnten sich andere Akteure nicht etablieren. Bernie Lennemann (23) verließ den Verein nach Vertragsende und schloss sich Hansa Rostock an, um bei dem Drittligisten seine Entwicklung voranzutreiben.

Infrastruktur am Geißbockheim als limitierender Faktor

Auch in der kommenden Saisonvorbereitung werden wieder einige Talente die Gelegenheit bekommen, sich im Training der Profimannschaft zu beweisen. Wer genau vom neuen Cheftrainer René Wagner (37) eine Einladung erhält, ist noch nicht final entschieden.

Zum Kreis der potenziellen Kandidaten gehören Etienne Borie (20), Fayssal Harchaoui (20), Patrik Kristal (18), Yannick Mausehund (20), Cenny Neumann (19) und möglicherweise Malek El Mala (21), sofern er den Klub im Sommer nicht gemeinsam mit seinem Bruder verlässt.

Die Weiterentwicklung der Talentförderung wird jedoch durch infrastrukturelle Gegebenheiten limitiert. Ein Angebot der DFL zur Teilnahme an einem neuen U21-Wettbewerb kann der FC nicht annehmen. Dieser zusätzliche, freiwillige Wettbewerb für Vereine der 1. und 2. Bundesliga wird zur Spielzeit 2026/27 eingeführt.

Die Platzkapazitäten am Geißbockheim sind für die Annahme dieses Angebots unzureichend. Die Teilnahme würde bedeuten, dass das Franz-Kremer-Stadion nicht nur für die eigenen Partien genutzt werden müsste, sondern auch als neutraler Austragungsort für andere Klubs zur Reduzierung von Reisekosten dienen müsste. Da die Anlage bereits von diversen Jugendteams, der Frauenmannschaft und für Trainingseinheiten der Profis genutzt wird, ist die Rasenfläche schon jetzt stark beansprucht.  (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.