Ellyes Skhiri ist zurück beim FC, aus einer anderen Rückkehr wurde nichts. Ein Thema im FC-Podcast von Express und Kölner Stadt-Anzeiger.
Skhiri-Rückkehr beim FC„Eher der Spieler, den Köln jetzt braucht“

Ellyes Skhiri und Salih Özcan bildeten einst beim FC ein Mittelfeld-Duo. Der Tunesier ist nun zurück in Köln.
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Am Montag wird es für den 1. FC Köln ernst: Im DFB-Pokal steht für die Mannschaft von Trainer René Wagner das erste Pflichtspiel der Saison auf dem Programm.
In der Woche vor dem Auftakt ging es beim FC hoch her. Der Vertrag mit Said El Mala wurde bis 2031 verlängert. Der Youngster wird zudem im Pokalspiel bei den Würzburger Kickers (18 Uhr, Sky und RTL) erstmals mit der Rückennummer 10 auflaufen.
Dass Köln zudem in Stürmer Thijs Dallinga und Sechser Ellyes Skhiri noch zwei neue Spieler verpflichtet hat, geriet dabei fast ein wenig in den Hintergrund. Dabei stopft vor allem die Rückkehr des Tunesiers eine entscheidende Kaderlücke. Ob Skhiri wieder nahtlos an seine ersten vier Jahre im FC-Trikot anknüpfen kann, ist allerdings offen.
Wie kann „Wundertüte“ Ellyes Skhiri dem FC helfen?
„Es ist ein bisschen eine Wundertüte, ob er nochmal die Form hat, die ihn einst in Köln ausgezeichnet hat“, sagte KStA-Sportchef Christian Löer in der neuen Folge des FC-Podcasts „Wir waren klar besser“ von Express und Kölner Stadt-Anzeiger: „Er hat den FC als großer Spieler verlassen, aber bei Eintracht Frankfurt, wenn wir mal ehrlich sind, hat das ja nicht so ganz hingehauen.“
Die FC-Verantwortlichen sind aber überzeugt, dass Skhiri der recht jungen Mannschaft auch als Persönlichkeit weiterhelfen wird. FC-Reporter Lars Werner berichtete zuletzt aus dem Trainingslager in Kitzbühel und verriet nun, dass auch dort schon über Skhiri diskutiert wurde.
Hier die neue Folge anhören:
„Eigentlich darf man ja nicht zitieren aus so Journalisten-Abendessen und ich werde es auch nicht tun, aber es ging intensiv um Ellyes Skhiri“, so Werner, „und ich erinnere mich, dass FC-Mitarbeiter am Tisch saßen, die ihn damals erlebt haben. Und die sagten: Leute! Wer den damals in Köln aus nächster Nähe erlebt hat, der redet nicht über irgendwelche fußballerischen Qualitäten und ob man die in Frankfurt jetzt so vollumfänglich gesehen hat. Sondern wenn man ihn damals aus nächster Nähe erlebt hat, dann weiß man, was das für ein Spieler war, was seine Führungsqualität anging, und was dem FC da verloren gegangen ist.“
FC diskutierte auch über Özcan-Rückkehr
Hinter dem Transfer stecke zudem die Sehnsucht nach einer Stabilität, die Skhiri in seiner ersten FC-Zeit gemeinsam mit Jonas Hector verkörperte, glaubt Löer. „Das kann ja auch passen“, so Werner. „Er ist jetzt wieder in vertrauter Umgebung beim FC. Ich glaube, Linton Maina hat fast vor Glück geweint, dass Ellyes wieder da ist.“
Dennoch herrscht natürlich nach den nicht berauschenden Leistungen in Frankfurt und der katastrophalen WM mit Tunesien eine gewisse Skepsis bei dieser Rückhol-Aktion. Dabei war Skhiri nicht der einzige frühere FC-Profi, mit dem man sich befasst hat. „Man hat sich auch mal kurz über Salih Özcan Gedanken gemacht. Der FC hat Gespräche mit Salih und seinem Management geführt“, berichtete Werner.
Özcan hätte aber nach seinen Jahren bei Borussia Dortmund noch größere Gehaltseinbußen hinnehmen müssen als nun Skhiri. „Am Ende war es halt so, dass der FC ihn, glaube ich, dann auch nicht so wollte. Weil man auch vielleicht der Auffassung war, dass er so ein bisschen zu wenig die spielerische Komponente mitbringt“, so Werner.
Löer ergänzte angesichts Özcans letzter FC-Saison unter Steffen Baumgart, in der er richtig aufdrehte: „Der ist ja für jede Aktion gefeiert worden und hat auch einfach großartig gespielt und hat sich dann auch verdient, nach Dortmund zu gehen. Aber ich glaube, als Instanz – vielleicht ist es auch nur meine Fantasie – ist Skhiri eher der Spieler, den Köln jetzt braucht.“ (are)
