Der FC ist bei ruhenden Bällen in dieser Saison extrem anfällig. Dies führt nun zu personellen Anpassungen im Trainerteam.
Schwach bei ruhenden Bällen1. FC Köln entbindet Standard-Trainer von seinen Aufgaben

Co-Trainer Hannes Dold, hier im Testspiel neben Marius Bülter, ist beim FC nicht mehr für die Standards zuständig.
Copyright: Herbert Bucco
Die vielen Gegentore nach Standardsituationen sorgen beim 1. FC Köln für personelle Konsequenzen. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler ergreift Maßnahmen aufgrund der bisherigen schwachen Leistungen bei ruhenden Bällen und hat Hannes Dold mit sofortiger Wirkung seiner Funktion als Standard-Trainer enthoben.
Über die Entscheidung berichtete EXPRESS.de am Rosenmontag (16. Februar 2026) unter Berufung auf eine Bestätigung des Vereins. Der 32-Jährige gehört somit nicht mehr zum Trainerstab von Lukas Kwasniok.
FC bei ruhenden Bällen offensiv und defensiv schwach
Dass seine Mannschaft vorne und hinten überschaubare Qualitäten bei ruhenden Bällen gezeigt hatte, ließ Trainer Kwasniok zuletzt schon in Galgenhumor flüchten.
Vor dem Spiel in Stuttgart äußerte er sarkastisch: „Es geht darum, leidenschaftlich gemeinsam zu verteidigen und keine unnötigen Freistöße zu provozieren. Denn bei Standards sind wir extrem gut. Wenn wir jetzt noch mehr gegen uns bekommen würden, dann haben wir erst recht gewonnen.“
Die Schwierigkeiten bei Standards zeigen sich beim FC nicht nur in der Defensive, wo mittlerweile 40 Prozent der Gegentreffer aus ruhenden Bällen resultieren, sondern auch in der Offensive. Mit nur vier eigenen Toren zählt der FC zu den ungefährlichsten Teams der Liga nach Standardsituationen.
Dies wird Dold zugeschrieben, der in dieser Saison kein funktionierendes Konzept entwickeln konnte. Der bisherige Assistenztrainer wird zwar von seinen aktuellen Aufgaben entbunden, soll dem Verein jedoch in einer anderen Rolle erhalten bleiben. Der FC sucht unterdessen nach einem neuen Co-Trainer, der die Schwäche bei Standards beheben soll.
Es ist unklar, ob Dold sich mit Kessler auf eine neue Position einigen wird. Die Entlassung stellt für den langjährigen Mitarbeiter zunächst einen schweren Rückschlag dar.
Schon unter Christian Keller war Dold nicht unumstritten. Der ehemalige Geschäftsführer hatte damals ebenfalls überlegt, Änderungen im Trainerteam vorzunehmen. Nachdem Keller jedoch selbst von seinen Aufgaben entbunden worden war, erhielt Dold eine neue Chance unter Kessler. (red)

