Nach dem dramatischen WM-Aus gegen Spanien flossen bei Portugals Superstar erst die Tränen. Im Interview zeigte er sich dann jedoch von einer ganz anderen Seite.
Trotziger AbgangCristiano Ronaldo zieht im TV-Interview befremdlichen Vergleich

Ist erneut bei einer WM gescheitert: Cristiano Ronaldo.
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Mit hängendem Kopf und Tränen in den Augen verließ Cristiano Ronaldo das Spielfeld. Der 41-Jährige hatte soeben sein letztes WM-Spiel bestritten. Im Achtelfinale unterlag Portugal am Montagabend Spanien knapp mit 0:1; der entscheidende Treffer fiel durch Mikel Merino in der Nachspielzeit. Für Ronaldo, der seit 2003 für sein Land aufläuft, endet damit eine Weltmeisterschaftskarriere ohne den ultimativen Triumph.
Während und nach der Partie zeigte sich der Superstar erneut launisch und emotional. Schon auf dem Platz war seine Frustration spürbar, nach dem Abpfiff brach sie dann vollends durch.
Cristiano Ronaldo motzt im TV-Interview nach WM-Aus
In einem anschließenden TV-Interview versuchte der fünffache Weltfußballer, Trost in der Vergangenheit zu finden. Der Familienvater verwies auf seine drei Titel mit Portugal – darunter die Europameisterschaft 2016 – und stellte einen bemerkenswerten Vergleich auf: „Der größte Titel, den ich mit der Nationalmannschaft gewonnen habe, war 2016 die EM. Für mich hat das denselben Wert wie eine Weltmeisterschaft.“
Solche Worte sorgen in der Fußballwelt für Kopfschütteln. Der seltsame Vergleich wirkt wie ein kläglicher Versuch, die eigene Bilanz aufzuwerten, und lenkt vom eigentlichen Scheitern ab, anstatt sich der Niederlage zu stellen. Das hat offensichtlich auch mit dem ewigen Vergleich mit Lionel Messi zu tun. Schließlich ist Messi mit Argentinien im Jahr 2022 Weltmeister geworden.
Cristiano Ronaldo war wohl auch intern sehr umstritten
Nichtsdestotrotz hat der Milliardär seinem Heimatland in den letzten Jahren viel Freude bereitet. Denn Portugal konnte vor Ronaldos Zeit noch nie einen großen Titel gewinnen.

Geht ohne WM-Titel: Cristiano Ronaldo
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Dennoch bleibt die bittere Erkenntnis: Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaften verlässt die Bühne der Weltmeisterschaften ohne den lang ersehnten Pokal. Fünf Teilnahmen, 27 Spiele, elf Tore – eine beeindruckende Statistik, die jedoch stets mit dem fehlenden WM-Titel einhergeht.
Cristiano Ronaldo spielte eine blasse WM 2026
In diesem Turnier blieb Ronaldo selbst weitgehend blass. Mit seinem divenhaften Auftreten und abfälligen Gesten gegenüber seinen Mitspielern wirkte er oft wie ein Störfaktor in der eigenen Mannschaft. Das fiel sogar einer portugiesischen Fußballikone auf. „Es ist offensichtlich, dass einige Spieler Cristiano Ronaldo nicht im Team haben wollen. Vielleicht denken sie, dass er sie bremst“, sagte Portugals Ikone Luis Figo.
Das Ausscheiden bedeutet für Portugal einen Neuanfang. Trainer Roberto Martínez kündigte seinen Rücktritt an. Die Mannschaft muss sich nun ohne ihren langjährigen Anführer neu orientieren, hat aber mit Bruno Fernandes, Vitinha oder Rafael Leão herausragende Spieler in den Reihen. Ronaldo selbst wird wohl zu Al-Nassr in Saudi-Arabien zurückkehren. Ob er seine internationale Karriere fortsetzt, ließ er offen: „Morgen ist ein neuer Tag.“ (mbr)
