Brisante Details zu Manuel Neuers Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft vor der WM machen die Runde.
„Massive Verwerfungen“Manuel Neuer setzte Nagelsmann wohl wegen Rivalen unter Druck

Julian Nagelsmann holte Manuel Neuer vor der WM in die deutsche Nationalmannschaft zurück.
Copyright: IMAGO/Moritz Müller
Das Comeback von Manuel Neuer in der deutschen Nationalmannschaft bekommt plötzlich einen faden Beigeschmack. Nach Informationen des Sportportals „ran“ soll der 40-Jährige seine Rückkehr ins DFB-Team vor der WM 2026 in Nordamerika von einer umstrittenen Bedingung abhängig gemacht haben.
Der Weltmeister von 2014 wollte angeblich den Ausschluss seines Rivalen Alexander Nübel aus dem Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann erzwingen. Dies habe offenbar massive Verwerfungen im DFB-Team ausgelöst.
Manuel Neuer setzte Julian Nagelsmann wohl unter Druck
So soll Torwarttrainer Andreas Kronenberg mit Rücktritt gedroht haben, da Nagelsmann die Entscheidung „über seinen Kopf hinweg“ getroffen habe. Zuvor war Oliver Baumann die Rolle als Nummer eins zugesichert worden, Nübel sollte als Stellvertreter folgen.

Fanden nie zueinander: Alexander Nübel und Manuel Neuer. (Archivfoto)
Copyright: IMAGO/Sportfoto Rudel
Stattdessen drängte der mehrfache Welttorhüter offenbar darauf, Nübel kurzfristig auszusortieren und stattdessen seinen Bayern-Kollegen Jonas Urbig zu berücksichtigen. Letztlich fand man eine Kompromisslösung: Neuer kehrte zurück, Nübel durfte mitreisen und Urbig wurde als zusätzlicher Trainingstorwart nominiert.
Alexander Nübel verlässt Bayern München Richtung Bosporus
Diese Episode fügt sich nahtlos in eine lange Geschichte der Rivalität ein. Seit seinem Wechsel zum FC Bayern im Jahr 2020, als er noch als vielversprechender Nachfolger gehandelt wurde, blieb dem heute 29-jährigen Nübel die erhoffte Spielpraxis verwehrt. In sechs Jahren bestritt er lediglich vier Pflichtspiele für den Rekordmeister.
Das frostige Verhältnis zu Neuer soll von Beginn an belastet gewesen sein. Bereits vor der Heim-EM 2024 soll sich der Routinier erfolgreich dafür eingesetzt haben, Nübel aus dem Kader zu halten.
Mit dem Transfer an den Bosporus zu Besiktas Istanbul endet für Nübel ein von Frustrationen geprägtes Kapitel. Besiktas zahlt rund 6,5 Millionen Euro plus Boni, der Torwart unterschrieb einen Vertrag bis 2029. Beim FC Bayern wird nun Jonas Urbig als künftiger Nachfolger Neuers aufgebaut. Sportvorstand Max Eberl verabschiedete Nübel mit zurückhaltenden Worten: Er habe sich weiterentwickelt und wolle nun den nächsten Schritt machen. (mbr)

