Gary Lineker bezeichnet die deutsche Nationalmannschaft als eine der schwächsten, die er je gesehen hat.
„Lebt in der Vergangenheit“England-Legende schreibt Nagelsmanns Elf ab – DFB-Star reagiert

Gary Lineker fürchtet Deutschland nicht mehr.
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Gary Lineker brachte die deutsche Nationalmannschaft in der Ära ihrer großen Erfolge mit einem Satz auf den Punkt: Fußball sei ein einfaches Spiel, 22 Männer jagten 90 Minuten einem Ball nach – „und am Ende gewinnen die Deutschen“. Diese Gewissheit gilt jedoch nicht mehr.
Auch Linekers Ton gegenüber dem früheren Dauerrivalen ist deutlich schärfer geworden. Im Gespräch mit dem französischen Fachmagazin „L’Équipe“ bezeichnete der ehemalige englische Nationalstürmer das aktuelle DFB-Team als eines der schwächsten, das er je gesehen habe, und fügte hinzu: „Auch wenn ich mich irren kann.“
Gary Lineker rechnet mit DFB-Elf erbarmungslos ab
Sollte es bei der WM im Achtelfinale zu einem Duell mit Frankreich kommen, könnten die „Bleus“ seiner Einschätzung nach „problemlos ins Viertelfinale einziehen“. Vorher muss die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann aber erst das Sechzehntelfinale gegen Paraguay am Montagabend (22.30 Uhr) überstehen.
Lineker begründete seine Kritik damit, dass Deutschland „in der Vergangenheit lebe“. Er verwies zudem auf die jüngere WM-Bilanz: Bei den vergangenen beiden Turnieren sei die Mannschaft jeweils in der Gruppenphase gescheitert. „Ich glaube also“, fügte er lachend hinzu, „man kann ruhig schlafen.“
WM 2026: Kai Havertz reagiert gelassen auf Gary Linekers Attacke
DFB-Stürmer Kai Havertz, der in England für den FC Arsenal spielt, reagierte darauf ungehalten. „Jeder kann seine Meinung haben“, sagte er, schob jedoch nach: Bei einem Turnier gebe es viele Stimmen von außen – „da hört keiner groß hin“. Man habe ohnehin „schon viele Experten in unserem eigenen Land“.
Wenn das aus dem Ausland zusätzlich beginne, „dann reicht es irgendwann mal“. Kritik von außen sei leicht, betonte Havertz: „Aber das interessiert mich wirklich null.“
Lineker, der bei der WM 1990 im Halbfinale gegen Deutschland scheiterte, hatte seinen bekannten Spruch bereits 2022 relativiert. Die Deutschen gewännen immer, „wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen“, sagte er damals. Bei dieser WM ist ihnen das erstmals seit dem Titelgewinn 2014 wieder gelungen. (mbr/sid)
