Nach seinem Grand-Slam-Sieg spricht Zverev über den immensen Druck und die über 1500 Nachrichten von Sportgrößen.
„Gefaked bis zum Gehtnichtmehr“Zverev gesteht nach Paris-Sieg den enormen Druck

Alexander Zverev erhielt nach seinem French-Open-Sieg auch einen Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz.
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Die Bearbeitung der zahlreichen Glückwunschbotschaften stellt für Alexander Zverev nach seinem Erfolg in Paris eine große Herausforderung dar. Gegenüber der „Bild“-Zeitung offenbarte der Tennis-Olympiasieger: „Ich habe noch 1576 unbeantwortete Nachrichten“. Eine persönliche Antwort an jeden Absender sei sein Ziel, doch dieser Prozess werde sich über mehrere Tage erstrecken.
Auf der Liste der Gratulanten finden sich auch die Tennis-Legenden Novak Djokovic sowie Rafael Nadal. Zudem bekam er Mitteilungen von Sportgrößen wie Dirk Nowitzki, Toni Kroos, Joshua Kimmich sowie Mats Hummels. Mit einem Schmunzeln berichtete Zverev: „Dirk Nowitzki schrieb sogar schon während des Matches Nachrichten“. Für besondere Verwunderung sorgte ein Telefonat mit dem Bundeskanzler Friedrich Merz. „Das war eine große Ehre. Ich kenne ihn nicht persönlich“, kommentierte Zverev. Der Politiker habe ihm mitgeteilt, das Endspiel aufmerksam verfolgt und ihn dabei angefeuert zu haben, worauf Zverev erwiderte: „Das finde ich toll, damit hatte ich nicht gerechnet.“
Erster deutscher Grand-Slam-Sieg seit 1996
Seinen Premierentitel bei einem Grand-Slam-Turnier sicherte sich der 29-jährige Zverev am zurückliegenden Sonntag. Er siegte in einem spannenden Fünf-Satz-Match gegen den Italiener Flavio Cobolli. Dieser Erfolg macht ihn zum ersten deutschen Champion eines der vier global bedeutendsten Tennis-Wettbewerbe seit Boris Beckers Sieg von 1996.
Am Mittwochabend setzte er seine Reise nach Halle in Westfalen fort, wo er ein Vorbereitungsturnier für Wimbledon bestreiten wird. Seine Tochter Mayla wird ihn bei diesem Turnier ebenfalls begleiten. Der 29-Jährige erzählte, dass er seine Tochter unmittelbar nach dem Triumph in Paris telefonisch kontaktiert habe, noch während die offizielle Pressekonferenz lief.
Zverev über Druck: „Habe mich selber angelogen“
Der Pfad zum Titelgewinn war durch eine immense Anspannung gekennzeichnet. Der gebürtige Hamburger wurde unerwartet zum Top-Favoriten, nachdem der Weltranglistenerste Jannik Sinner vorzeitig das Turnier verlassen musste. In einem Gespräch mit Sky erklärte Zverev, er habe seine Reaktion auf diese Situation „gefaked bis zum Gehtnichtmehr“. Er fügte hinzu: „Ich habe mich selber angelogen für meinen guten Zweck.“
Der Dritte der Weltrangliste räumte ein, dass er, nachdem Sinner ausgeschieden war, „die Nacht überhaupt nicht geschlafen“ habe. „Klar war ich nervös.“ Im Nachhinein bewertete er diese Periode als die aufreibendste Woche, die er je erlebt hat. (dpa/red)
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