Alexander Zverev greift nach seinem ersten Grand-Slam-Titel. Seine Karriere ist jedoch von bitteren Niederlagen geprägt.
Sein ewiges Grand-Slam-DramaEine Chronik der bittersten Niederlagen des Tennisstars

Alexander Zverev beim Aufschlag.
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Ein einziger Sieg trennt Alexander Zverev noch von seiner ersten Grand-Slam-Trophäe. Für das Endspiel der French Open am Sonntag (15.00 Uhr) wird der deutsche Tennisprofi gegen den Italiener Flavio Cobolli als Favorit gehandelt. Jedoch hat Zverev in seiner bisherigen Laufbahn schon mehrfach die Chance auf einen solchen großen Titel bei einem der vier wichtigsten Wettbewerbe knapp verpasst.
Seine vielleicht einschneidendste Niederlage erlebte er im Rahmen der US Open 2020, als sich ihm die erste realistische Möglichkeit auf einen Major-Titel bot. In New York wurde der damals 23-Jährige durch das Fehlen von Roger Federer und Rafael Nadal sowie die Disqualifikation von Novak Djokovic begünstigt. Gegen seinen Freund Dominic Thiem hatte der aus Hamburg stammende Spieler im Finale einen Vorsprung von 2:0 Sätzen, unterlag jedoch schlussendlich, obwohl er nur zwei Punkte vom Triumph entfernt war. Boris Becker kommentierte das Match mit den Worten: „Zwei Gladiatoren haben heute alles gegeben“.
Pariser Drama und folgenschwere Verletzung
Ein großer Triumph schien auch im Rahmen der French Open 2022 in Reichweite. Zverev traf im Halbfinale auf den Sandplatz-Spezialisten Rafael Nadal und befand sich laut eigener Aussage in Bestform. Die Partie nahm jedoch eine tragische Wendung, als sich Zverev gegen Ende des zweiten Satzes am rechten Fuß verletzte. Seine lauten Schmerzensrufe waren im gesamten Stadion zu hören, bevor er im Rollstuhl den Platz verlassen musste. Die Diagnose eines mehrfachen Bänderrisses warf ihn in seiner sportlichen Laufbahn erheblich zurück.
Im Zuge der French Open 2024, exakt zwei Jahre nach seiner schweren Verletzung, stand Zverev wieder im Endspiel. Sein Gegner war der sechs Jahre jüngere Carlos Alcaraz, der bis dahin schon zwei Major-Titel für sich verbuchen konnte. Trotz einer 2:1-Satzführung musste sich Zverev dem Spanier geschlagen geben. Eine kontroverse Entscheidung des Schiedsrichters während des fünften Satzes trug zu diesem Ausgang bei. An sein Team gerichtet, äußerte Zverev nach der Partie: „Hoffentlich werden wir eines Tages diese Trophäe in unseren Händen halten“.
Weitere Rückschläge in Australien
Eine weitere Gelegenheit auf einen Major-Titel bot sich im Rahmen der Australian Open 2025, doch Zverev unterlag im Finale deutlich in glatten drei Sätzen dem Italiener Jannik Sinner. Der Deutsche gestand ein: „Er war zu gut für mich, das ist ein Fakt“. Im Anschluss an dieses Match schlossen sich sieben weitere Niederlagen in direkten Aufeinandertreffen mit dem Spieler aus Südtirol an.
Zu Beginn des Jahres 2026 ergab sich in Melbourne eine erneute Möglichkeit auf den Titel, aber Zverev unterlag in der Vorschlussrunde Alcaraz. Als entscheidend erwies sich der Verlust des zweiten Satzes, obwohl er mit 5:2 geführt hatte. Im dritten Satz war sein Kontrahent physisch erheblich beeinträchtigt und konnte phasenweise nur noch im Stehen agieren. Während des fünften Satzes schlug Zverev bei einem Spielstand von 5:3 zum Gewinn des Matches auf, vermochte es jedoch nicht, den Erfolg zu sichern. (dpa/red)
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