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VAR hilft Bayer 04Leverkusen besteht im Hexenkessel von Lech Posen

Bayer 04 gewinnt 4:0 bei Lech Posen in der Europa League. Doppelpack von Patrik Schick. Vierter Sieg in Serie.

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Poznan 15.10.2026. Football UEFA Europa League match between Lech Poznan and Bayer Leverkusen in Poznan, Poland --- Mecz pilka nozna UEFA Europa League Lech Poznan - Bayer Leverkusen w Poznaniu Persons Shown : Patrick Schick Fot. Arkadiusz Wisniewski / Arena Akcji/NEWSPIX.PL --- newspix.pl PUBLICATIONxNOTxINxPOL

Doppelpack für Leverkusen: Stürmer Patrik Schick.

Als sich die Anhänger von Lech Posen in der 19. Minute beim Stand von 0:0 mit dem Rücken zum Spielfeld drehten und ihre kultgewordene Poznan-Hüpfeinlage zum Besten gaben, wussten sie nicht, dass das der Höhepunkt ihres Donnerstagabends sein würde. Denn nur und 20 Minuten später führte Bayer 04 bereits mit 3:0.

Am Ende stand ein klarer 4:0-Erfolg am zweiten Ligaspieltag der Europa League, der vierte Pflichtspielsieg in Serie. Leverkusen nutzte die Einladungen des polnischen Meisters von 2025 und 2026 eiskalt aus und wurde dabei maßgeblich vom Videoassistenten unterstützt, der zwei Elfmeterszenen an den Hauptschiedsrichter weiterleitete.

Die Rotation von Carles Martínez ging dabei voll auf. „Ich mag meinen Kader und halte es für wichtig, jeden zu nutzen, weil Energie wichtig ist. Es geht nicht um einen Spieler, der Stammspieler ist, und andere, die nur Ersatzspieler sind. Ich glaube nicht daran“, hatte der Trainer am Vortag gesagt und dann Taten folgen lassen. Auf sechs Positionen änderte der Spanier seine Startelf im Vergleich zum 4:3 beim FSV Mainz am Samstag. Lucas Vázquez, Loïc Badé, Equi Fernández, Malik Tillman, Nathan Tella und Martin Terrier rückten ins Team. Für Terrier war es jedoch ein kurzer Abend. Der Franzose, der seit seinem Wechsel 2024 nach Leverkusen immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, musste nach 18 Minuten ausgewechselt werden, weil er bei einer Offensivaktion mit dem rechten Fuß umgeknickt war. Für ihn kam Patrik Schick.

VAR drei Mal im Einsatz

Bis dahin war es ein sehr ausgeglichenes Spiel ohne große Torchancen. Zwei Schüsse von Tella und vom früheren Kölner Flop Mikael Ishak flogen über die Tore. Ansonsten spielte sich alles zwischen den Strafräumen ab. Meistens brachte kein Ideenreichtum der Offensivabteilungen Gefahr, sondern Ballverluste des Gegners. Aus einem solchen entstand dann auch die Führung für Bayer 04. Posen hatte zuvor ebenfalls verletzungsbedingt wechseln müssen. Der eingewechselte Terry Yegbe bekam einen Schuss von Ibrahim Maza an die Hand. Der VAR griff erstmals ein, der serbische Schiedsrichter Milos Milanovic schaute sich die Szene noch einmal an und entschied auf Elfmeter. Der andere Neue auf dem Rasen, Schick, guckte den Torwart aus und schob zum 1:0 ein.

Es war ein Wirkungstreffer. Posen verlor die Konzentration und Leverkusen nutzte das gnadenlos aus. Nach klugen Pässen von Maza und dem starken Fernández traf Tillman im Nachschuss nur drei Minuten nach der Führung zum 2:0. Auch dieser Treffer wurde länger im Videoraum gecheckt, ehe er Anerkennung fand. Nur wenige Minuten später hatte Momcilo Markovic bereits wieder einen Fall am Bildschirm zu lösen. Schick war bei einem Eckball zu Boden gerissen worden. Wieder ging Milanovic an den Spielfeldrand und schaute sich die Szene an. Wieder kam er zurück und zeigte auf den Punkt. Wieder blieb Schick locker und schob den Ball zum 3:0 ein – diesmal in die andere Ecke.

Die rund 1100 Leverkusener Anhänger bejubelten die klare Halbzeitführung. Auch mit im Stadion dabei: Bayer-CEO Bill Anderson. Der 60-Jährige hatte seinen Terminkalender gecheckt, das Spiel in Posen als einzig mögliche Auswärtsreise der Ligaphase ausgemacht und sich so mit seiner Ehefrau dem Leverkusener Tross angeschlossen. Für etwas Schmunzeln bei der Werkself hatte ein Social-Media-Post kurz vor Spielbeginn gesorgt, in dem die Werkself aufgrund der Nähe zum Pharmakonzern als „Apotheker“ bezeichnet wurde. Passend dazu präsentierten die Lech-Ultras kurz vor Anpfiff eine Choreografie mit einem Chemiker und einer zerbröselten Bayer-Tablette.

Das Einzige was an diesem Abend allerdings zerbröselte, war die Gegenwehr der Kolejorz, der Eisenbahner, wie der Posener Klub genannt wird. Schick hätte kurz nach Wiederanpfiff seinen dritten Treffer erzielen können, kam per Kopf aber nicht mehr ganz hinter den Ball. War aber nicht schlimm, da Posen nie den Eindruck erweckte, noch einmal in die Partie zurückkommen zu können. Maza setzte den Schlusspunkt nach schöner Kombination über Tillman und Moreira.

Leverkusen ist in der Europa League mit sechs Punkten also voll auf Kurs Achtelfinale. Am Sonntag geht es in der Bundesliga weiter. Dann kommt Tabellenführer SC Freiburg (15.30 Uhr, Dazn) in die BayArena. In der kommenden Woche steht dann am Donnerstag die nächste internationale Aufgabe bei OFI Kreta an.

Posen: Lis - Pereira, Monka (15. Yegbe), Skrzypczak, Gurgul - Walemark (60. Hakans), Berggren (74. Rodríguez) - Palma, Kozubal, Bengtsson (60. Jagiello) - Ishak (60. Agnero). Bayer 04: Flekken - Vázquez, Badé, Tapsoba, Miguel Gutiérrez (62. Medina) - E. Fernández, Aleix Garcia (62. Andrich) - Tella (62. Diaby), Tillman, Maza - Terrier (18. Schick/75. Moreira). Schiedsrichter: Milanovic (Serbien). Zuschauer: 40.116 Tore: 0:1 Schick (29., Handelfmeter nach Videobeweis), 0:2 Tillman (32.), 0:3 Schick (41., Foulelfmeter n. Videobeweis), 0:4 Maza (89.)