Im Achtelfinale der Champions League trifft der Werksklub auf den FC Arsenal. Zuvor warten noch drei Bundesliga-Spiele.
Bayer 04 LeverkusenVorfreude aufs Wiedersehen mit dem 100-Millionen-Mann

Hatte zuletzt mit Verletzungspech zu kämpfen: Kai Havertz
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Mitarbeiter und Verantwortliche von Bayer 04 Leverkusen waren am Freitagmittag mit erleichtertem Grinsen in der Bay-Arena unterwegs. Ein allgemeines Durchatmen war zu spüren, nachdem Ivan Rakitić in Nyon die Loskugel geöffnet und den FC Bayern München gezogen hatte – als Achtelfinalgegner für Dortmund-Bezwinger Atalanta Bergamo. Damit stand fest, dass der Werksklub in der Champions League im Achtelfinale im März auf den FC Arsenal treffen würde. Die großen bayerischen Wochen bleiben Leverkusen erspart – am 14. März trifft Bayer 04 bereits in der Bundesliga auf München und am 21. April im DFB-Pokal-Halbfinale.
FC Arsenal mit einer perfekten Liga-Phase
Leverkusen hat mit dem Premier-League-Tabellenführer aus Nordlondon zwar das attraktivere Los erwischt, aber gewiss kein leichteres. „Erst einmal freut es mich, dass es Arsenal geworden ist“, sagte Sportgeschäftsführer Simon Rolfes im Anschluss. „In der Champions League tritt man an, um international zu spielen – und nicht gegen die altbekannten Gegner aus der Bundesliga.“ Doch er stellte klar: „Arsenal wirkt, betrachtet man die Gruppenphase der Champions League, vielleicht noch stärker.“ Die Gunners absolvierten eine makellose Gruppenphase mit acht Siegen aus acht Spielen und 23:4 Toren – die meisten erzielt, die wenigsten kassiert.
Nur eine Halbzeit dieser beeindruckenden Phase konnte Kai Havertz seine Qualitäten zeigen. Nach mehrmonatiger Knieverletzung feierte der Nationalspieler beim abschließenden 3:2 über den kasachischen Vertreter Kairat Almaty sein Comeback – mit Tor und Vorlage. Inzwischen wurde der 26-Jährige erneut durch eine Muskelverletzung gestoppt. Beim Wiedersehen mit seinem Ex-Klub dürfte Havertz voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. „Ich habe schon mit ihm geschrieben“, berichtete Rolfes nach der Auslosung lächelnd. „Kai wird sicher viele Karten brauchen.“
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Havertz-Millionen legten Grundstein für das Double
Der gebürtige Aachener hatte Leverkusen im Sommer 2020 für rund 100 Millionen Euro Richtung Chelsea verlassen. Mit den Einnahmen legte Bayer 04 das Fundament für das spektakuläre Double des Jahres 2024. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Havertz bereits für rund 55 Millionen Euro Ablöse dem FC Arsenal angeschlossen. „Durch Corona gab es nie wirklich die Möglichkeit, ihn hier zu verabschieden. Darum wird es für ihn ein ganz besonderer Rahmen sein, hier in die Bay-Arena zurückzukehren“, sagte Rolfes.
Das Achtelfinale soll allerdings keineswegs nur ein Schaulaufen für den heimkehrenden Superstar werden. Bayer 04 rechnet sich Chancen aus – Mut macht das 2:0 bei Manchester City am fünften Gruppenspieltag Ende November. „Unser Ziel ist es, ein solches Topteam zu schlagen“, sagte Rolfes. „Dafür brauchen wir einen Top-Tag, alles muss passen.“ Arsenal bezeichnete der Sportgeschäftsführer als Topfavoriten auf die Titel in Champions League und Premier League.
Um die anstehenden Königsklassen-Highlights richtig genießen zu können, muss Bayer 04 zuvor die Hausaufgaben in der Bundesliga erledigen. Die klingen weit weniger glanzvoll: Am Samstag ist Mainz 05 zu Gast in der Bay-Arena (15.30 Uhr/Sky), am Mittwoch reist Leverkusen zum Nachholspiel nach Hamburg (20.30 Uhr/Sky), und die englische Woche endet mit der Partie beim SC Freiburg am 7. März (15.30 Uhr/Sky). „Die Auslosung ist schön und gut, aber jetzt zählen zunächst die nächsten sieben, acht Tage in der Bundesliga“, stellte Rolfes klar.
Kasper Hjulmand erwartet Steigerung
Trainer Kasper Hjulmand erwartet nach den zuletzt enttäuschenden Partien gegen Union Berlin (0:1) und Olympiakos Piräus (0:0) eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft. „Es ist wichtig, dass wir gegen tiefstehende Gegner unser Spiel durchbringen, direkte Pässe spielen und ins Gegenpressing kommen“, forderte der Däne. Das war der Werkself weder gegen Union noch gegen Piräus ausreichend gelungen. „Wir wissen, was zu tun ist – jetzt müssen wir es zeigen.“
Nicht zur Verfügung stehen wird Lucas Vázquez, der Spanier fällt mit einer Muskelverletzung mehrere Wochen aus. Ibrahim Maza musste gegen Piräus ebenfalls vorzeitig vom Feld, doch für seinen Einsatz gebe es Hoffnung, sagte Hjulmand. Malik Tillman wird wegen seiner Sprunggelenksprellung erneut fehlen.
Leverkusen: Blaswich - Quansah, Andrich, Tapsoba - Fernandez, Alex Garcia - Arthur, Maza, Grimaldo, Poku - Schick. – Mainz: Batz - Kohr, Posch, Potulski - da Costa, Sano, Widmer - Lee, Amiri - Silas, Tietz. – Schiedsrichter: Stieler.


