Am Mittwoch geht es auf die Insel. Zur Mittagszeit hebt der Charterflug mit dem Tross von Bayer 04 vom Köln-Bonner Flughafen ab. Das Ziel: Kreta. Bei OFI aus Heraklion steht am Donnerstag (18.45 Uhr, RTL+) das dritte Spiel der Ligaphase in der Europa League an. Am Mittwochmorgen wurde noch einmal an der BayArena trainiert. Bis auf die verletzten Martin Terrier, Montrell Culbreath und Christian Kofane reist der gemeldete Kader mit auf die griechische Insel. Rund 1000 Fans reisen mit. Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes sprach am Rande des Trainings über…
…den Kader für Kreta: „Wir haben einen guten, auch tiefen Kader. Wir haben ein paar Verletzte, aber von der Bank konnten wir am Wochenende nachlegen, und wer in Posen neu reingekommen ist, hat Qualität gezeigt. Wir haben für drei Wettbewerbe einen guten Kader, deshalb müssen wir schauen, dass wir in allen möglichst lange drinbleiben.“
…über die Entscheidung für Jonas Hofmann statt Victor Boniface als Nachnominierung für Terrier: „Jonas ist ein sehr variabler Spieler, der unterschiedliche Positionen spielen kann. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir unterschiedliche Spielertypen für unterschiedliche Situationen haben. Wenn es ginge, hätten wir gerne beide dabei gehabt, aber wir haben uns für Jonas entschieden, und er ist morgen dabei.“
…über die Zukunft von Victor Boniface: „Das ändert nichts an Bonis Situation. Er muss weiter fit sein, dranbleiben und sich verbessern, dann kommt auch seine Möglichkeit. Ich mache mir keine Sorgen. Die schwierigste Situation hatte er im Frühsommer, und daraus hat er sich herausgearbeitet. Seitdem ist er deutlich besser drauf, auch mental, und sieht wieder viel mehr Perspektiven. Zum Thema Intensität: Das Anlaufen und Arbeiten gegen den Ball war auch nicht seine Kernkompetenz, als er gespielt und getroffen hat. Er hat andere Qualitäten. Wir wollen sein Fitnesslevel möglichst hoch bringen, damit er seine Qualitäten, die er ohne Zweifel hat, noch besser zeigen kann.“
…über den Matchplan gegen Kreta: „Das ist eine unangenehme Mannschaft, die uns in vielen Situationen das Leben schwer machen will. Wir müssen diese Wettbewerbsfähigkeit erst einmal annehmen, das wird wichtig sein, und dann unser Spiel durchbringen. Es wird Situationen geben, in denen sie tief verteidigen und wir vielleicht einen Riegel knacken müssen. Sie machen das gut, das macht sie gefährlich. Deshalb müssen wir hellwach sein, gerade wenn sie tief verteidigen. Wir müssen eine gute Restverteidigung haben und am Ende über unseren Druck nach vorne kommen.“
…über das 0:2 von Hoffenheim auf Kreta als Warnung: „Für Deutschland ist es nicht gut. Ich freue mich, wenn immer alle gewinnen. Aber natürlich ist das eine Warnung. Auch in Rennes haben sie geführt und es dem Gegner schwer gemacht. Das ist eine gute Mannschaft, die auch sehr guten Gegnern wehtun kann.“
…über Malik Tillman: „Ich habe die vergangenen beiden Spiele positiv wahrgenommen, natürlich in Posen, aber auch, wie er gegen Freiburg reingekommen ist. Er war lebendig und energiegeladen. Das Tor in Posen war gar nicht so einfach, und das muss man erst mal so machen. Insgesamt habe ich ihn innerhalb der Gruppe sehr positiv wahrgenommen. Er muss weitermachen und seine Qualität mehr zeigen. Mit dieser Energie sollte er etwas mehr Leichtigkeit reinbringen und nicht darüber nachdenken, ob er gerade eingewechselt wird oder von Beginn an spielt. Die Qualität hat er, um wichtige Tore zu schießen. Das wünsche ich mir von ihm, und ich habe ein gutes Gefühl für ihn.“
…über die Rückkehr von Christian Kofane und Eliesse Ben Seghir ins individuelle Training auf dem Platz: „Es wird noch ein bisschen dauern. Bei Muskelverletzungen müssen wir schauen, aber sie werden in dieser Woche noch kein Thema sein.“


