Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking äußert nach dem 3:6 seiner Mannschaft bei Bayer 04 Leverkusen harte Kritik am Schiedsrichter.
„Unteriridische Leistung“Harte Schiri-Kritik nach Bayers Sieg gegen Wolfsburg

Schiedsrichter Martin Petersen stand bei der Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem VfL Wolfsburg im Fokus.
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Dieter Hecking war schon vor Betreten des Presseraums in der Bay-Arena geladen und polterte über die Schiedsrichterleistung. Am Mikrofon angelangt, kam er Fragen zum Auftritt von Martin Petersen zuvor. „Ich bin weit davon entfernt, die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen, wenn man sechs Gegentore bekommt, weit davon entfernt, aber diese Leistung war heute unterirdisch", sagte Trainer Hecking. Sein VfL Wolfsburg war zuvor mit einer 3:6-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen vom Platz geschlichen - trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung.
„Ich nehme den ersten Elfmeter von Leverkusen, wo er sofort entscheidet, bei unserer klaren Elfmeterisation braucht er den VAR", sagte Hecking. Nach der Führung der Wolfsburger glich Leverkusen per Elfmeter aus. Der Pfiff war allerdings höchstfragwürdig. Joakim Maehle hatte Ibrahim Maza, der selbst den Fuß in den Zweikampf gestellt hatte, an der Hüfte berührt. Ein Kontakt, der niemals für einen Elfmeter reichen sollte.
Auf der Gegenseite trat Edmond Tapsoba dem Wolfsburger Stürmer Mohammed Amoura klar in die Hacken. Petersen musste sich die Szene am Bildschirm anschauen, entschied dann auf Strafstoß, den Wolfsburg zum 3:1 nutzte, und auf Gelb für Tapsoba. „Wir monieren eine Gelb-Rote Karte für Tapsoba an der Mittellinie, als er schon Gelb hatte, mit dem Ellenbogenschlag gegen Jonas Wind, nicht geahndet", wütete Hecking. „Das macht was mit einer Mannschaft.“
Hecking wütet weiter
So ging es mit Elf gegen Elf in die zweite Hälfte, in der Leverkusen mit einer deutlichen Leistungssteigerung Wolfsburg aus dem Stadion fegte. „Vor dem 4:3 muss ich leider auch noch mal den Schiedsrichter mit in den Fokus nehmen, klares Foulspiel von dem Spieler, der einläuft von Bayer Leverkusen an Vavro, er rammt ihn einfach um, es wird nicht geahndet. Wenn er es selber nicht sieht, muss der VAR zumindest bei der Torüberprüfung es sehen, passiert auch nicht.", sagte Hecking. Und weiter: „Jeder Schiedsrichter darf auch mal schlecht pfeifen. In unserer Situation war es heute leider zum falschen Tag."
Simon Rolfes, Sport-Geschäftsführer von Bayer 04, sagte zur Schiedsrichterleistung: „Ich finde grundsätzlich, dass es zu viele Elfmeter gibt. Es gibt ja so viele Elfmeter. Früher hieß es, es reicht nicht, eine Berührung reicht nicht. Es sollte schon ein wirkliches Foul sein und nicht einfach nur ein leichter Kontakt.“

