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Auch Damjanovic möglichWen nominiert Bayer 04 als Europapokal-Ersatz für Terrier?

Martin Terrier fällt bis in den Dezember aus, und die Uefa erlaubt Bayer 04 wohl einen Ersatz. Wer nachrückt, entscheidet Trainer Carles Martínez.

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Leverkusens Nachwuchsstürmer Aleksa Damjanovic

Leverkusens Nachwuchsstürmer Aleksa Damjanovic

Die Verletzung von Martin Terrier trifft Bayer 04 bei den Personalplanungen in der Offensive, und sie hat Folgen für die Europa League. Der Franzose erlitt beim 4:0 bei Lech Posen eine Muskelverletzung im linken hinteren Oberschenkel. Der Klub teilte mit, dass Terrier „bis in den Dezember hinein“ nicht zur Verfügung steht. Der 29-Jährige hat in dieser Saison erst 38 Bundesliga-Minuten absolviert.

Das Reglement der Uefa erlaubt in diesem Fall wohl einen Ersatz. Laut Artikel 31.14 c) darf ein Klub während der Ligaphase bis einschließlich des 6. Spieltags einen Feldspieler vorübergehend ersetzen und einen neuen Feldspieler nachmelden. Voraussetzung ist eine langwierige Verletzung, also eine Ausfallzeit von mindestens 60 Tagen. Das sechste Spiel der Ligaphase findet am 10. Dezember gegen Besiktas Istanbul statt.

Vor allem zwei Namen stehen zur Diskussion als Terrier-Ersatz: Jonas Hofmann (34) und Victor Boniface (25). Beide wurden vor Beginn der Ligaphase nicht für den Europa-League-Kader gemeldet. Beide bringen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Boniface kämpft nach großen Knieproblemen weiter um den Anschluss. Hofmann ist hingegen voll einsatzfähig.

Martínez will erst Spieler informieren

Trainer Carles Martínez äußerte sich auf der Pressekonferenz am Sonntag nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg zurückhaltend. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte er sinngemäß. „Das ist sehr schwer für Martin, das sage ich ganz offen. Ich habe auch mit ihm gesprochen, weil die Ausfallzeit länger ist, als wir erwartet hatten.“ Es werde an einer Nachnominierung gearbeitet, und man versuche sicherzustellen, dass es möglich sei. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe sagte Martínez: „Wenn wir die Entscheidung getroffen haben, erfährt als Erster der Spieler davon. Ich weiß nicht, ob es morgen oder am Dienstag ist. Aber sobald wir es können, werden wir es mitteilen.“

Bayer 04 steht im Kontakt mit der Uefa, möchte einen Spieler nachnominieren. Bis Montagnachmittag gab es nach Informationen dieser Redaktion noch keine Entscheidung.

Über Boniface sagte Martínez zuletzt: „Mit Boni arbeiten wir. Ich spreche mit ihm, und er weiß Bescheid. Er versucht es, er geht den Weg mit. Für mich sind Rhythmus und Intensität sehr wichtig. Dafür treibe ich ihn an, unterstütze und motiviere ihn.“ Eine Nachnominierung wäre für Boniface deshalb nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein Vertrauensbeweis. Womöglich wäre es auch einfacher, Boniface in der Europa League Spielminuten zu geben. Doch am Sonntag blieb „Boni“ erneut nur auf der Bank. Jonas Hofmann wurde in der Schlussphase eingewechselt, wirkt näher dran.

Weitere Kandidaten aus dem Profikader sind die bisher nicht nominierten Tim Oermann oder Kennet Eichhorn. Oermann ist allerdings Innenverteidiger, dürfte nicht infrage kommen. Eichhorn fällt seit dem Sommer mit einer Stoffwechselerkrankung aus. Laut „Kicker“ strebt der 17-Jährige an, noch in diesem Jahr für Bayer 04 zum Einsatz zu kommen. Dann wäre er womöglich auch eine Option für den Kader. Eine weitere Möglichkeit wäre Talent Aleksa Damjanovic (17), der noch nicht lange genug im Klub ist, um über die B-Liste gemeldet werden zu können. Der 1,99-Meter-Stürmer sorgte zuletzt mit guten Trainingsleistungen und Einsätzen bei der U19 für Aufsehen. Realistischer erscheint aber die Nominierung von Hofmann oder Boniface.

Die Frage ist in jedem Fall mehr als eine Kaderentscheidung. Die Enttäuschung einer zweiten Nicht-Nominierung dürfte sehr groß ausfallen. Sechs Spiele stehen in der Ligaphase noch an. Am Donnerstag geht es zu OFI Kreta (18.45 Uhr, RTL+). Danach folgen die Spiele gegen Olympique Marseille, Dinamo Zagreb, Besiktas Instanbul, RB Salzburg und Olympique Lyon.