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Beim 67:50 in SchwedenDennis Schröder fördert die Teamchemie der Basketballer

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Dennis Schröder

Dennis Schröder, Kapitän der deutschen Basketballer.

Köln – Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat während ihrer Vorbereitung auf die Europameisterschaft vom 1. bis 18. September genug Rückschläge hinnehmen müssen. Verletzungen, Absagen oder verspätete Anreisen von Leistungsträgern prägten die vergangenen beiden Wochen.

Umso erleichterter war das Team um Bundestrainer Gordon Herbert am Donnerstagabend nach dem 67:50 in Stockholm gegen Schweden, dass es diesmal ausschließlich positive Erkenntnisse gab: Nach dem sechsten Sieg im siebten Qualifikationsspiel ist der DBB-Auswahl die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2023 auf den Philippinen sowie in Japan und Indonesien kaum noch zu nehmen. Schon ein weiterer Sieg in Gruppe J könnte genügen, um sich den Startplatz zu sichern.

Härtetest gegen Slowenien

Die Chancen, diesen in der nächsten Partie am Sonntag in München gegen Slowenien (15 Uhr, live und kostenlos bei Magenta TV) zu erreichen, sind allerdings deutlich geringer als zuletzt in Skandinavien, da Slowenien die NBA-Stars Luka Doncic und Goran Dragic aufbietet und damit eine sportlich weitaus größere Herausforderung darstellt. Das Duell mit den Slowenen, die am 6. September in der Lanxess-Arena auch in der EM-Vorrundengruppe B gegen Deutschland antreten (20.30 Uhr), ist das letzte Länderspiel vor Beginn des Turniers.

„Gegen so einen Gegner anzutreten, ist sehr interessant für uns“, erklärte DBB-Kapitän Dennis Schröder. „Slowenien wird auf jeden Fall bei der EM oben mitspielen, das muss man respektieren“.

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Von einer Medaille träumt auch die deutsche Mannschaft. Ob sich dieses ehrgeizige Ziel allerdings mit der sportlichen Form in Einklang bringen lässt, ist nach dem insbesondere in der zweiten Halbzeit holprigen Auftritt am Donnerstag wohl auch für die Spieler selbst fraglich. Coach Herbert jedenfalls war weitgehend einverstanden mit dem Auftritt seiner Profis, der 63-jährige Kanadier bemühte sich, die positiven Aspekte hervorzuheben und meinte: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt – offensiv und defensiv. Im dritten Viertel sind wir offensiv ins Straucheln geraten. Ich bin stolz auf meine Spieler und deren defensiven Einsatz.“

Wichtiger als ein sportlich glanzvoller Auftritt waren diesmal ohnehin jene Faktoren, die das zuletzt doch etwas in Mitleidenschaft gezogene Gemüt pflegen: Schröder (28) konnte nach seiner am vergangenen Sonntag im Finale des Supercups gegen Serbien (56:83) erlittenen Fußverletzung wieder mitwirken – und der lädierte Knöchel hielt den Belastungen stand. Der Aufbauspieler war mit zwölf Punkten nach Franz Wagner (16) bester Werfer, doch es mangelte ihm noch an Explosivität und der für ihn typischen Schnelligkeit beim ersten Schritt. „Dennis war noch vorsichtig“, bemerkte auch DBB-Vizepräsident Armin Andres. „Wir waren froh, dass er trotzdem dabei war. Die Teamchemie ist wichtig. Dennis wird sich gewaltig steigern.“

Theis fehlt am Sonntag

Sorgen bereitet nach wie vor Center Daniel Theis, der wegen einer Knieverletzung um seine EM-Teilnahme bangt. „Jeder weiß, was Daniel durch seine Athletik und seine Erfahrung bewirken kann. Wenn er dabei wäre, wäre das extrem wichtig. Unter dem Korb sind wir ein bisschen dünn, Daniel wäre ein Schub“, so Andres. Und den könnte das Team kurz vor EM-Beginn gut gebrauchen.