Tennis-Ikone Boris Becker sieht Alexander Zverev als Top-Favoriten in Paris. Dessen Bruder Mischa mahnt jedoch zur Vorsicht.
Zverev jetzt TopfavoritBoris Becker sieht für ihn nach dem Sinner-Aus freie Bahn

Alexander Zverev ist für viele jetzt der Titelfavorit bei den French Open
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Für die Tennis-Ikone Boris Becker ist Alexander Zverev der aussichtsreichste Anwärter bei den French Open, nachdem Jannik Sinner unerwartet aus dem Turnier ausgeschieden ist. „Wenn ich das aus der Sicht von Alexander Zverev beurteilen darf: Da gibt es keinen Spieler, vor dem ich mich fürchten muss“, äußerte der dreifache Wimbledon-Champion gegenüber Eurosport.
Die verbliebenen Kontrahenten schätzt Becker nicht als gleichwertig zu Zverev ein. Beispielsweise sei Félix Auger-Aliassime auf Sandbelag keine Weltklasse. „Sorry, da ist Sascha besser“, kommentierte Becker das übrige Teilnehmerfeld, zu dem auch Novak Djokovic gehört.
Mischa Zverev mahnt zur Zurückhaltung
Aus dem Umfeld von Zverev wird diese Einschätzung jedoch zurückgewiesen. „Man darf nicht vergessen: Novak ist immer noch im Spiel. 24 Grand Slams gewonnen, er weiß, wie es geht“, erklärte Mischa Zverev, dessen Bruder auf Platz drei der Weltrangliste steht, gleichfalls bei Eurosport. Für den aus Hamburg stammenden Profi sei der Pfad zum ersten Grand-Slam-Erfolg demnach noch nicht geebnet.
„Es ist noch ein langes Turnier, da kann noch so vieles passieren“, fügte der frühere Profispieler hinzu. Zudem fehlt mit dem Spanier Carlos Alcaraz, dem Weltranglistenzweiten, ein weiterer wichtiger Titelanwärter, der infolge einer Handblessur bei Roland Garros dieses Jahr nicht antritt.
Körperliche Probleme bei Jannik Sinner
Während Alexander Zverev eine Trainingseinheit absolvierte, schied Jannik Sinner am Donnerstag aus dem Turnier aus. Der italienische Spieler unterlag in seinem Zweitrunden-Match dem Argentinier Juan Manuel Cerundolo über die volle Distanz von fünf Durchgängen, wobei er durch Krämpfe sowie Schwindelanfälle beeinträchtigt war.
Mischa Zverev kommentierte das Ereignis als „eine Riesenüberraschung“. Er führte weiter aus: „Aber die Temperaturen sind extrem heiß und egal, wie fit man ist und wie gut man ist: Wenn der Körper irgendwann nicht mehr will, nicht mehr kann – da kannst du dann auch nichts mehr machen. Dann geht es dir wirklich miserabel.“
In der dritten Runde steht für Alexander Zverev am heutigen Abend die Begegnung mit Quentin Halys aus Frankreich an (20.15 Uhr/Eurosport). (dpa/red)
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