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„Glaube denen kein Wort mehr“Basler rechnet knallhart mit Nagelsmann ab

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Mario Basler bei einer Premiere.

Mario Basler ist über die DFB-Nominierung von Antonio Rüdiger empört.

Die Berufung von Antonio Rüdiger in den DFB-Kader sorgt bei Mario Basler für großen Ärger. Er äußert starkes Unverständnis für die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

In seinem Podcast „Basler ballert“ hat der ehemalige Fußballer Mario Basler sehr deutliche Worte zur aktuellen Kader-Auswahl des DFB gefunden. Seine Wut entzündet sich an der erneuten Nominierung von Antonio Rüdiger für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana.

Anfang März stand der Verteidiger im Mittelpunkt der Kritik. Bei einer Begegnung zwischen Real Madrid und Getafe traf er seinen auf dem Rasen liegenden Kontrahenten Diego Rico mit dem Knie am Kopf. Schon damals hatte Basler verlangt, dass Rüdiger aus der Nationalelf ausgeschlossen werden sollte.

Basler: „Ich finde es eine absolute Schweinerei“

Die Tatsache, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den früheren Stuttgarter dennoch berufen hat, löst bei Basler Kopfschütteln aus. „Ich fühle mich total belogen“, äußerte er und fügte hinzu, er „glaube denen kein Wort mehr. Auch Julian nicht.“

Für ihn sei Nagelsmann eine „große Enttäuschung“, obwohl er ihn früher immer unterstützt habe: „Ich habe mich gefreut, als er Nationaltrainer geworden ist, aber das muss ich ganz ehrlich sagen, das ist eine Entscheidung, die kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.“ Basler wies zudem darauf hin, dass Rüdiger nach vorherigen Verfehlungen vom DFB bereits eine Verwarnung mit dem Status „auf Bewährung“ erhalten hatte.

Der Bundestrainer hatte den den neuerlichen kontroversen Vorfall als „hartes, aber fußball-spezifisches Foul“ eingestuft. Rüdiger hatte seinerseits beteuert, dass er nicht absichtlich gehandelt habe.

Dieser Darstellung trat Basler energisch entgegen. „Du siehst ganz klar, dass er mit dem Knie absichtlich runtergeht und ihn im Gesicht treffen will“, meinte er und machte auf das Risiko von schweren Gesichtsverletzungen aufmerksam.

Kritik äußerte Basler ebenfalls an DFB-Präsident Bernd Neuendorf, weil dieser untätig bleibe. Sein Schlusswort: „Ich finde es eine absolute Schweinerei, was da passiert ist!“ (red)