BVB-Stürmer Serhou Guirassy äußert sich zu Hass im Netz und warnt vor den Folgen für junge Talente im Profifußball.
„Niemand verdient so etwas“BVB-Star Guirassy fordert Sperren für Hass im Internet

Serhou Guirassy beklagt anonyme Beleidigungen im Internet. (Archivbild)
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Serhou Guirassy, Stürmer bei Borussia Dortmund, hat sich zu Hasskommentaren im Netz geäußert. Der 30 Jahre alte Angreifer gab in einem Interview für das von der Deutschen Fußball Liga publizierte Bundesliga-Magazin zu verstehen, dass sogenanntes Hate-Speech speziell für junge Spieler eine erhebliche Belastung darstellen könnte.
„Ich gebe persönlich nichts auf anonyme Beleidigungen von fremden Menschen, daher ist mir das inzwischen egal“, äußerte Guirassy. Er ergänzte allerdings: „Wenn ich zum Beispiel Leute auf Portalen wie X sehe, die Spieler beleidigen, dann tut es mir leid für diese Kollegen, denn niemand verdient so etwas. Wir sind ganz normale Menschen. Kritik ist okay, aber Beleidigungen sind es nicht.“
Guirassy plädiert für Sperrungen auf Social-Media-Plattformen
Der Guineer warnte davor, dass derartige psychische Belastungen zum Verlust von Talenten im Profisport führen könnten. „Viele Talente verschwinden aus dem Profifußball nach schwierigen Phasen. Aber man darf nie aufgeben. Auch ich hatte schwierige Zeiten“, so der Angreifer.
Er sprach sich zudem für eine konsequentere Bestrafung von Online-Beleidigungen aus und formulierte einen klaren Appell: „Manchmal frage ich mich, warum manche Menschen überhaupt solche Plattformen benutzen dürfen. Wer andere beleidigt, sollte direkt gesperrt werden.“ (dpa/red)
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