Der Nationalspielerin Laura Freigang droht eine lange Sperre. Sie soll dreimal eine Dopingkontrolle verpasst haben.
Ärger um DFB-StarLaura Freigang droht wegen verpasster Dopingtests eine lange Sperre

Wück zum Fall Freigang: «Werde ich mich nicht zu äußern.»
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In der heiklen Angelegenheit um die Nationalspielerin Laura Freigang wahren der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie Bundestrainer Christian Wück derzeit Stillschweigen. Zuvor hatte die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) bekannt gegeben, dass die 44-fache Nationalspielerin von Eintracht Frankfurt die Vorschriften des Anti-Doping-Gesetzes bezüglich ihres Aufenthaltsortes missachtet haben soll. Die Zuständigkeit für das Disziplinarverfahren liegt nun beim DFB.
Laut Informationen der NADA war die 28-jährige Freigang binnen eines Jahres dreimal nicht an dem von ihr gemeldeten Ort für eine Dopingkontrolle anzutreffen. Aufgrund dieser drei versäumten Tests riskiert die Offensivakteurin nun eine ausgedehnte Sperre.
Wück gibt keine Stellungnahme zur Causa ab
Auf eine Nachfrage nach dem 2:0-Erfolg über Norwegen, der die WM-Teilnahme sicherte, entgegnete Bundestrainer Wück: „Werde ich mich nicht zu äußern“. Eine Sprecherin des DFB fügte hinzu: „Die Mitteilung der NADA ist eingegangen, mehr können wir dazu aktuell nicht sagen“.
Der 52-jährige Wück betonte, dass dies für ihn persönlich zunächst keine Rolle spiele. „Ich habe den großen Vorteil, dass ich nie so gut war, dass ich bei der NADA eben diese Daten abgeben musste“, erläuterte der frühere Profispieler. „Ich war U21-Nationalspieler, da gab es das damals noch nicht. Aber ich war nie Nationalspieler, ich musste das nie abgeben, von daher kann ich dazu gar nichts sagen.“
Mögliche Konsequenz: Zweijährige Sperre
Bei den Vorwürfen handelt es sich um sogenannte „Strikes“, welche eine Missachtung der Meldepflicht darstellen. Gemäß den NADA-Richtlinien hat dies üblicherweise eine zweijährige Sperre zur Folge. Ein Verdacht auf Doping besteht gegen Freigang allerdings nicht. Medienberichten zufolge waren sämtliche ihrer bisherigen Tests ohne Befund.
Die NADA hat die Angelegenheit an den DFB übermittelt. Falls der Verband ebenfalls eine Verletzung der Anti-Doping-Regularien feststellt, wird die Causa vor dem Kontrollausschuss und dem Sportgericht verhandelt. Freigang erhält dort die Gelegenheit, die Sachlage darzulegen und die Vorwürfe prüfen zu lassen. Es besteht die Möglichkeit, dass ein „Strike“ zurückgenommen wird. Sollte dies nicht geschehen, droht ihr für das Versäumnis eine erhebliche Sanktion.
Wück hatte für die WM-Qualifikationspartien gegen Norwegen und das bevorstehende Spiel am Dienstag in Slowenien unerwartet auf die Nominierung von Freigang verzichtet. Die Nichtberücksichtigung der Spielerin aus Frankfurt soll jedoch in keinem Zusammenhang mit den potenziellen Verstößen gegen die Anti-Doping-Vorschriften stehen. (dpa/red)
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