Trotz des Double-Gewinns herrscht beim FC Bayern Unruhe. Aussagen von Uli Hoeneß schüren Zweifel am Verbleib von Max Eberl.
Trotz Double-SiegHoeneß äußert Zweifel an Sportvorstand Max Eberl

Harry Kane jubelt mit dem DFB-Pokal.
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Nach dem 3:0-Erfolg über Stuttgart und dem Double-Gewinn steht der FC Bayern im Rampenlicht. Während Harry Kane glänzt, stiften Äußerungen von Uli Hoeneß zu Max Eberl Verunsicherung.
Im Anschluss an den Sieg im DFB-Pokal richtete Vincent Kompany, der Trainer des FC Bayern, den Fokus bereits nach vorn. „Ich werde mir auch Gedanken machen in der Zeit, was in den nächsten zwölf oder 24 Monaten passieren muss, damit die Mannschaft den nächsten Schritt macht“, äußerte Kompany nach dem 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart. Der belgische Coach plant, diese Weiterentwicklung zusammen mit Sportvorstand Max Eberl zu gestalten.
Diese Kooperation ist jedoch nicht gesichert. Uli Hoeneß, der dem Aufsichtsrat angehört, äußerte im Vorfeld „Zweifel“ hinsichtlich einer Verlängerung des Kontrakts mit Eberl, der bis Mitte 2027 läuft. Für den Klub kann das nächste sportliche Ziel nach dem Gewinn des nationalen Doubles nur der Sieg in der Champions League sein.
Eine herausragende Spielzeit mit einem Schönheitsfehler

Meister-Trainer 2025, Double-Coach 2026: Vincent Kompany feiert mit dem DFB-Pokal.
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„Ich glaube, diese Saison hatten eigentlich alle das Gefühl, dass das ganz große Ding möglich war“, konstatierte Nationalspieler Leon Goretzka. Für ihn war das Pokalendspiel nach acht Jahren seine letzte Partie für den Münchner Verein. Mit dem 21. Pokaltriumph im 25. Endspiel endete für den FC Bayern eine Spielzeit, bei der lediglich der Titel in der Champions League zur perfekten Bilanz fehlte.
Das 14. Double in der Clubhistorie wurde trotzdem ausgiebig zelebriert. Die zentrale Figur war Harry Kane, der sich durch einen Hattrick als entscheidender Spieler erwies. Im Anschluss an die Partie schenkte ihm sein Teamkollege Goretzka Champagner aus dem DFB-Pokal ein.
Hoeneß lobt Kane als „besten Transfer“ der Vereinsgeschichte
Der Ehrenpräsident Hoeneß nannte den für 100 Millionen Euro geholten Engländer „den besten Transfer, den wir je gemacht haben“. Mit einem Kopfballtor, einem Flachschuss und einem verwandelten Elfmeter bezwang Kane die Stuttgarter Mannschaft quasi allein. Der Stürmer selbst bezeichnete den Abend als „einer der schönsten Nächte in meiner Karriere“.
Es handelte sich für Kane um eine Spielzeit voller Rekorde. „Persönlich war es die beste Saison meiner Karriere“, zog er nach 61 Treffern in 51 Pflichtpartien Bilanz. Coach Kompany würdigte Kanes „totale Hingabe für die Mannschaft“ und betonte: „Er ist ein absoluter Führungsspieler. Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist.“

Hattrick-Schütze Harry Kane jubelt nach seinem Elfmeter zum 3:0-Endstand mit Joshua Kimmich.
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Kane erwies sich auch in der vierten Begegnung dieser Saison gegen den VfB Stuttgart als Schlüsselfigur. Der englische Angreifer war für acht der 14 Münchner Treffer gegen das schwäbische Team verantwortlich. „Das Gesamtpaket ist einfach nur Weltklasse, absolute Weltspitze“, musste selbst der Stuttgarter Trainer Sebastian Hoeneß einräumen.
Der Kontrakt von Kane hat noch eine Laufzeit von einem Jahr und eine baldige Verlängerung wird angestrebt. Der Spieler signalisierte seine Bereitschaft dafür: „Wir haben ein fantastisches Team, eines der besten, wenn nicht das Beste in Europa im Moment. Top! Top!“ Hoeneß deklarierte den Angreifer als nicht transferierbar.
Ungewissheit um Eberl nach Hoeneß-Aussage
Die Ausdehnung des Vertrags mit Kane fällt in den Aufgabenbereich von Sportvorstand Max Eberl, dessen persönlicher Verbleib im Klub allerdings ungewiss scheint. In einem Interview mit dem „Spiegel“, das am Tag des Endspiels veröffentlicht wurde, schätzte Hoeneß die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung mit Eberl auf „60 zu 40“, ergänzte jedoch: „Da sind noch Zweifel.“

Gemeinsam im Olympiastadion auf der Tribüne: Uli Hoeneß (M) und Max Eberl (r).
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Auf diese Äußerungen reagierte Eberl sichtlich verstimmt. „Das Fell ist dick geworden“, kommentierte er, unterstrich aber zugleich seine Entschlossenheit zur Fortsetzung seiner Tätigkeit: „Ich mache meine Arbeit mit sehr, sehr viel Herzblut und sehr, sehr viel Freude. Und wenn man mich lässt, dann bin ich auch bereit, sie weiterzumachen.“
Die Engagements von Trainer Kompany und den Akteuren Michael Olise, Luis Díaz sowie Jonathan Tah erfolgten während Eberls Amtsperiode. Jedoch weisen kritische Beobachter im Vereinsumfeld, zu denen Hoeneß und der frühere Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zählen, auf die kostspieligen Gehälter der Spitzenspieler hin. Eberl rechtfertigte die Investitionen mit den Worten, dass es für das Feiern von Erfolgen „einen Preis“ gebe. Rückendeckung kam von Harry Kane mit der knappen Bemerkung: „Max ist großartig!“ (dpa/red)
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