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Neustart ohne BlessinKiezclub trennt sich nach Bundesliga-Abstieg vom Trainer

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Alexander Blessin

Selbst gewählter Abgang: Alexander Blessin ist nicht mehr Trainer des FC St. Pauli. (Archivbild)

Neuanfang in Liga zwei: Der FC St. Pauli hat sich von Trainer Alexander Blessin getrennt. Marcel Rapp soll übernehmen.

Der FC St. Pauli wird seinen Neuanfang in der 2. Fußball-Bundesliga ohne Coach Alexander Blessin bestreiten. Die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem 53-Jährigen wurde vom Kiezclub 19 Tage nach dem Abstieg aus der Bundesliga verkündet. Blessins Kontrakt bei dem Hamburger Verein wäre noch bis zum Sommer 2027 gültig gewesen.

Marcel Rapp soll laut einhelliger Medienberichterstattung der neue Übungsleiter bei den Kiezkickern werden. Zuvor war der 47-Jährige von 2021 bis Februar 2026 für Holstein Kiel als Trainer tätig. Mit diesem Verein gelang ihm 2024 der Aufstieg in die Bundesliga, und er behielt seinen Posten zunächst auch nach dem sofortigen Wiederabstieg. Die Kieler beendeten die Zusammenarbeit mit Rapp jedoch, als ein weiterer Abstieg in die dritte Liga drohte.

Laut einer Mitteilung des Vereins äußerte sich Sportchef Andreas Bornemann wie folgt: «Alex‘ Qualitäten als Trainer sind unbestritten; wir sind nach unserer Analyse aber zu dem Schluss gekommen, dass eine Trennung und ein frischer Start mit voller Überzeugung in diesem Sommer der richtige Weg sind».

Blessin durch Abstiegskampf erschöpft

Blessin hatte zwei Tage nach dem Ende der Saison Mitte Mai eine Fortsetzung seiner Tätigkeit beim Verein für die kommende Spielzeit nicht ausgeschlossen. In einer Medienrunde mit Präsident Oke Göttlich und Bornemann erklärte er: «Daran zu arbeiten, das wiedergutzumachen, ist auf jeden Fall eine Option». Bemerkenswert bei diesem Termin war, dass Blessin in ziviler Kleidung erschien. Es sollte sich schließlich als sein finaler Auftritt in der Funktion des St. Pauli-Trainers herausstellen.

Der Abschied hatte sich in der letzten Zeit bereits abgezeichnet. Bei den Entscheidungsträgern wuchsen anscheinend die Bedenken, da der Trainer auch beinahe drei Wochen nach dem Abstieg keine klare Zusage für den FC St. Pauli geben konnte.

In den zurückliegenden Wochen hatte der aus Schwaben stammende Trainer wiederholt hervorgehoben, wie sehr ihn der letztlich vergebliche Kampf gegen den Abstieg Energie gekostet habe. Im Anschluss an die entscheidende 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg zum Abschluss der Saison machte er einen ausgelaugten und enttäuschten Eindruck.

Vom belgischen Pokal zum Kiezclub

Vor zwei Jahren übernahm Blessin die Position des Cheftrainers als Nachfolger von Fabian Hürzeler, der den Aufstieg geschafft hatte, nachdem der Kiezclub in die Bundesliga zurückgekehrt war. Im deutschen Oberhaus war er ein relativ unbeschriebenes Blatt. Eine Spielzeit davor konnte er mit Union Saint-Gilloise den Gewinn des belgischen Pokals feiern.

Trotz der begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Vereins schaffte es Blessin, das Team in der höchsten Spielklasse zu etablieren. Grundlage für diesen Erfolg bildeten eine robuste Abwehr und ein starker Teamzusammenhalt. Von diesen Stärken war in der aktuellen Saison jedoch wenig übrig geblieben.

Rückhalt der Vereinsführung für Blessin

Die Defensive präsentierte sich instabil, während die Offensive als die schwächste der gesamten Liga galt. Leistungsträger wie Verteidigungschef Hauke Wahl, Spielführer Jackson Irvine oder auch Eric Smith erreichten aus verschiedenen Ursachen nicht das Leistungsniveau der vorherigen Saison. Neuverpflichtungen, darunter der Rekordtransfer Martijn Kaars, blieben hinter den in sie gesetzten Hoffnungen zurück.

Die Hamburger mussten in der ersten Saisonhälfte eine Negativserie von neun Niederlagen hinnehmen und errangen in den finalen zehn Partien der Spielzeit lediglich drei Zähler. Trotz dieser Bilanz standen Göttlich und Bornemann weiterhin hinter Blessin. Der Coach hob hervor, dass er diese Unterstützung zu würdigen wisse.

Selbst nach dem besiegelten Abstieg erweckte die Vereinsspitze den Anschein, als wolle man die Kooperation mit dem Trainer fortführen. Es wurde suggeriert, dass die Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit ausschließlich bei Blessin selbst liege.

Am 26. Juni beginnt für den FC St. Pauli die Vorbereitungsphase für die 2. Bundesliga. Mit Rapp hat Bornemann anscheinend einen passenden Trainer ausfindig gemacht. Die Zusammenstellung eines neuen Teams ist nun die Aufgabe für ihn und den neuen Coach. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.