Abo

Wut trotz RettungGreuther Fürths Fans fordern nach Klassenerhalt Neuanfang

3 min
SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiss Essen

Die Fürther Spieler feierten den Erfolg in der Relegation.

Gerettet, aber keine Freude: Die Fans von Greuther Fürth fordern nach einer Zittersaison den Rauswurf der Verantwortlichen.

Die SpVgg Greuther Fürth entgeht dem Abstieg, doch die Fans sind wütend und fordern Konsequenzen. Nach der erfolgreichen Relegation machten sie ihrem Ärger über eine enttäuschende Spielzeit in der 2. Fußball-Bundesliga Luft. Auf einem Transparent vor der Fankurve war die unmissverständliche Botschaft zu lesen: „Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!“. Darüber hinaus gab es wiederholte Rufe nach der Entlassung von Geschäftsführer Holger Schwiewagner.

Zwar sichert sich der „Kleeblatt-Verein“ durch einen 2:0-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen Rot-Weiss Essen den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse. Jedoch ist für den Rekordhalter der ewigen Zweitliga-Tabelle, dem nach 29 Jahren beinahe der Sturz in die 3. Liga gedroht hätte, klar, dass tiefgreifende Veränderungen nötig sind. Eine derartige Zitterpartie möchten die Verantwortlichen und Fans im Frankenland künftig vermeiden.

Vogel verspricht Analyse und harte Arbeit

Der sichtlich berührte Trainer Heiko Vogel äußerte nach dem gesicherten Klassenerhalt Verständnis für die Fan-Proteste. „Ich kann den Frust von Fans nachvollziehen“, erklärte er bezüglich des Banners. Er fügte hinzu: „Ich glaube, dass der Verein das schon im Vorfeld wahrgenommen hat. Wir wissen, dass wir Hausaufgaben haben. Es bedarf viel Arbeit und Analyse. Man kann sich sicher sein, dass wir das auch machen.“

Die personellen Herausforderungen sind erheblich, da die Abgänge von zwei Leistungsträgern bereits feststehen. Bei den beiden handelt es sich um die Top-Stürmer, die im Relegationsspiel gegen Essen die Tore erzielten. Noel Futkeu wird nach zwei Jahren wieder für Eintracht Frankfurt spielen, und Kapitän Branimir Hrgota verlässt Fürth nach sieben Jahren auf der Suche nach einem neuen Verein. Diese beiden Spieler zu kompensieren, wird eine anspruchsvolle Aufgabe.

Abschied der Torschützen mit Wehmut verbunden

„Ich habe mich brutalst über die zwei Tore gefreut“, kommentierte Vogel die Leistung seiner scheidenden Angreifer. Der Trainer beschrieb seine gemischten Gefühle: „Nach dem Spiel wird einem bewusst: Oh, hoppala, das sind die zwei letzten Tore, die sie für dich schießen. Neben der Erleichterung wegen der geschafften Relegation ist da auch Wehmut.“

Für die SpVgg Greuther Fürth steht in der anstehenden Sommerpause viel auf dem Programm. Eine grundlegende Neuausrichtung des Kaders ist erforderlich. Man hofft, dass mit Vogel nun Kontinuität auf der Trainerposition einkehrt, nachdem die Engagements von Leonhard Haas und Jan Siewert ebenso wie das von Thomas Kleine als gescheitert gelten.

Die Mannschaft selbst wollte nach der nervenaufreibenden Saison zunächst einmal feiern. Die Devise der Profis, die bis zur letzten Minute um den Ligaverbleib kämpfen mussten, lautete: entspannen und die Anspannung abfallen lassen. Trainer Vogel gab dafür seinen Segen: „Sie sollen es krachen lassen. Das haben sie verdient“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.