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Hecking vor Abstiegs-FinaleDer Wolfsburger Trainer gibt sich vor dem Endspiel gelassen

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Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking

Trainer Dieter Hecking vom VfL Wolfsburg.

Vor dem Relegations-Endspiel in Paderborn gibt sich Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking erstaunlich gelassen und zuversichtlich.

Eine bemerkenswerte Ruhe demonstriert Trainer Dieter Hecking (61) vom VfL Wolfsburg im Vorfeld des entscheidenden Relegationsspiels am Montagabend beim SC Paderborn. Die Lage für sein Team ist nach dem torlosen 0:0 im Hinspiel in der heimischen Arena komplizierter als von vielen angenommen. Dennoch äußerte sich der Coach vor dem zweiten Aufeinandertreffen (Montag, 20.30 Uhr) zuversichtlich: „Wir sind so, wie es sein muss: in einer guten mentalen Verfassung. Wir wollten dieses Finale. Jetzt spielen wir's! Wir haben alle Möglichkeiten, die Klasse zu halten.“

Bei Heckings Rückkehr nach Wolfsburg im März hatte der VfL einen Rückstand von vier Zählern auf den Relegationsrang. Die Tatsache, dass der unmittelbare Abstieg abgewendet und der Rivale FC St. Pauli am finalen Spieltag der Bundesliga besiegt werden konnte, betrachtet er als ermutigendes Erlebnis vor dem entscheidenden Rückspiel. Trotzdem steht für den VfL der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga in der Vereinsgeschichte auf dem Spiel.

Heckings Einschätzung: „Es wird jetzt das Endspiel sein“

„Es wird viel zu viel hineininterpretiert in dieses Hinspiel“, kommentierte der Übungsleiter. „Ich bin lange genug dabei. Ich habe alles gesagt. Es ist genauso gekommen: Es wird jetzt das Endspiel sein. Wir haben immer darauf hingearbeitet.“

Diesen Charakter eines Finales schätze er, führte Hecking aus: „Es gibt jetzt kein Drumherumreden mehr, sondern nur noch: Lieferst du oder lieferst du nicht? Am Ende des Tages werden wir entweder gratulieren müssen oder feiern können. Mehr Alternativen gibt es nicht.“

Hecking setzt auf Familie statt Fußball

Dass er diese Ruhe auch persönlich vorlebt, machte Hecking deutlich. Er schilderte seine Aktivitäten zwischen den entscheidenden Spielen: „Ich war gestern Abend auf der Landesgartenschau. Ich habe nichts gesehen vom Pokalfinale“, erzählte er. „Es war für mich ein entspannter Familientag. Meine Kinder waren alle da. Meine Enkelkinder waren alle da. Das muss man auch machen. Warum soll ich mein Leben nur wegen eines Spieles umändern? Ich genieße das, auch mal nicht an Fußball zu denken.“

Personell gibt es bei den Wolfsburgern vor der Reise nach Paderborn nur eine schlechte Nachricht: Patrick Wimmer wird aufgrund einer Verletzung am Oberschenkel nicht zur Verfügung stehen. Eine positive Entwicklung ist hingegen die Rückkehr des Brasilianers Vinicius Souza, der nach abgesessener Gelbsperre wieder eine Option für das zentrale Mittelfeld darstellt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.