Beim Spiel des Senegal gegen Belgien sah sich der ARD-Kommentator zu einer Erklärung genötigt. Es ging um Ismail Jakobs.
Ex-Kölner JakobsKommentator sorgt bei WM für Aussprache-Verwirrung

Ismail Jakobs ist mit dem Senegal im Sechzehntelfinale gegen Belgien ausgeschieden.
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Packendes Sechzehntelfinale bei der WM zwischen Belgien und dem Senegal – mit kölscher Beteiligung! Denn beim Senegal stand wie schon im letzten Gruppenspiel gegen den Irak Ismail Jakobs (26) in der Startelf.
Der Linksverteidiger wurde in Köln geboren und ist in Erftstadt aufgewachsen. Beim 1. FC Köln wurde er einst zum Profi, feierte gegen Ende seiner Zeit beim FC den EM-Titel mit der deutschen U21-Nationalmannschaft. Später entschied er sich aber, für das Heimatland seines Vaters aufzulaufen und spielt nun mit dem Senegal bereits seine zweite WM.
Ismail Jakobs – oder doch „Jaycobs“?
Doch bei der Fernsehübertragung des Spiels gegen Belgien kam es bei vielen Fans zu Verwirrung. Denn sowohl Philipp Sohmer in der ARD als auch Christina Rann bei MagentaTV sprachen Jakobs’ deutschen Nachnamen, den er von seiner Mutter Jutta hat, konsequent englisch aus. „Kann jemand dem Kommentator mal sagen, dass Ismail Jakobs deutsch ausgesprochen wird?“, schrieb ein User bei X, andere beschwerten sich ebenfalls.
Die Hinweise drangen irgendwann zu Sohmer und seiner Co-Kommentatorin Almuth Schult durch. In der Pause vor der Verlängerung sah sich der Kommentator schließlich zu einer Erklärung genötigt.
„Ich kann jedem auch sagen, weil wir ein paar Nachrichten kriegen zu Ismail Jakobs (englisch ausgesprochen, Anm. d. Red.), der ja natürlich auch Jakobs (deutsch ausgesprochen) heißen könnte“, so Sohmer: „Er spricht sich jetzt als Ismail Jakobs (englisch) aus in der Fifa-Datenbank. Deshalb machen wir das so, wie der Spieler sich das wünscht.“
Schult ergänzte: „Als Hintergrund: Es gibt ein Video von jedem Spieler, in dem er sich selbst ausspricht. Es ist nicht vom Pressesprecher oder irgendwem, sondern er hat sich selbst so ausgesprochen.“
Diese Erklärung gilt es wohl, zu akzeptieren. Allerdings verwundert es, dass der Galatasaray-Profi sich im Rahmen der WM für diese Aussprache entschieden hat. Denn in früheren Videos spricht er seinen Namen definitiv anders aus. Unter anderem auch noch in einem Interview, das er im Dezember 2025, also vor gerade einmal sechs Monaten, „Say Less“ gegeben hat. Das Gespräch ist auf Youtube zu sehen.
Aus Kevin Schade wurde Kevin Shade
Der Fall erinnert an den deutschen Nationalspieler Kevin Schade. Nach dessen Wechsel zum FC Brentford sprach er sich in einem von der Premier League verbreiteten Video ebenfalls englisch aus: Aus Kevin Schade wurde Kevin Shade!
Er wollte es seinen neuen Fans und den Kommentatoren in England offenbar leichter machen. Womöglich war das ja auch der Grund bei Ismail Jakobs vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Bitter: Für das FC-Eigengewächs ist das Turnier vorbei. Gegen Belgien brachten die Senegalesen eine Zwei-Tore-Führung nicht ins Ziel und verloren am Ende 2:3 nach Verlängerung.
