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Bundestrainer-ZukunftDFB-Präsident bezieht Stellung zu Nagelsmann

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Julian Nagelsmann (l) nach dem WM-Aus im Boston Stadium. Wohin führt sein Weg?

Julian Nagelsmann (l) nach dem WM-Aus im Boston Stadium. Wohin führt sein Weg?

Julian Nagelsmann möchte auch nach dem WM-Aus als Bundestrainer weitermachen. Und was sagt der DFB?

Der Deutsche Fußball-Bund hat am Morgen nach dem WM-Aus eine Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann vertagt. Der 38-Jährige hatte noch im Stadion von Foxborough nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay und dem damit verpassten Einzug ins Achtelfinale seine Bereitschaft erklärt, im Amt zu bleiben.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf äußerte sich im Teamquartier in Winston-Salem vor der individuellen Abreise der Nationalspieler um Kapitän Joshua Kimmich in einer Mitteilung: „Nach der bitteren Niederlage gegen Paraguay und dem Ausscheiden bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko habe ich gestern noch länger mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler zusammengesessen. Wir sind uns einig, dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt.“

Neuendorf kündigte an, dass man „gemeinsam und in Ruhe“ die Gründe erörtern werde, „weshalb die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial nicht hat abrufen können und ihren eigenen und den Erwartungen Fußball-Deutschlands nicht gerecht geworden ist“. Der 64-Jährige stellte abschließend fest: „Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“ 

Nagelsmann schließt Rücktritt aus

Nagelsmann hatte unmittelbar nach dem Ausscheiden in der ersten K.-o.-Runde und dem klar verpassten Ziel, Weltmeister werden zu wollen, im Fernsehen und auch in der Pressekonferenz seinen Willen zum Weitermachen verkündet. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen“, sagte er. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der Europameisterschaft 2028. 

Wie beim Vorrunden-Aus 2018 in Russland mit Joachim Löw und 2022 in Katar mit Hansi Flick verpasste das DFB-Team bei der WM-Endrunde mit erstmals 48 Mannschaften in Amerika zum dritten Mal nacheinander die Runde der besten 16 Teams. „Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen“, hatte Nagelsmann nach dem enttäuschenden Auftritt im Sechzehntelfinale gesagt. 

Der ehemalige Bundesliga-Trainer (TSG Hoffenheim, RB Leipzig, FC Bayern München) hatte im September 2023 die Nachfolge von Flick angetreten. Seine ersten Länderspiele bestritt er dabei im Oktober 2023 ebenfalls auf einer US-Reise. Und in Foxborough leitete er sogar seine ersten Trainingseinheiten.

Bei seinem ersten Turnier als DFB-Chefcoach war er vor zwei Jahren bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen den späteren Titelgewinner Spanien unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.

Als Top-Kandidat für eine mögliche Nachfolge wird zumindest öffentlich Jürgen Klopp gehandelt. Der 59-Jährige ist seit Januar 2025 als Global Head of Soccer für die Red Bull GmbH tätig. Davor war Klopp unter anderem sehr erfolgreich als Trainer bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool tätig. Mit dem BVB wurde er unter anderem deutscher Meister, mit Liverpool gewann er sogar die Champions League. Bei der WM arbeitet Klopp als Experte für MagentaTV.

Das erste Länderspiel der deutschen Mannschaft nach der WM findet am 24. September in den Niederlanden zum Start in die Nations League statt. Weitere Gruppengegner bis zum Jahresende sind Griechenland und Serbien. (dpa)