Der verpasste Aufstieg von Rot-Weiss Essen hat ein verbales Nachspiel. Ein Verteidiger kritisiert einen Stürmer scharf.
Vorwurf der UnsportlichkeitEssener Hüning attackiert Fürther Stürmer nach Relegation

Sie lieferten sich ein hartes Duell: Noel Futkeu (l) und Ben Hüning.
Copyright: Federico Gambarini/dpa
Für Rot-Weiss Essen hat der verpasste Aufstieg in die zweite Bundesliga ein verbales Nachspiel. Ben Hüning, Verteidiger des Vereins, äußerte sich kritisch über das Benehmen von Noel Futkeu, einem Stürmer von Greuther Fürth. Eine Provokation des Angreifers nach seinem Tor zum 1:0 am Dienstagabend in der 29. Minute war der Auslöser für den Disput.
Gegenüber dem Fernsehsender Sky fand Hüning deutliche Worte für die Aktion des Angreifers: „Für mich komplett daneben, komplett lächerlich, das geht einfach nicht“. Er fügte hinzu: „Es ist einfach unsportlich.“ Im Fußball sei gegenseitige Achtung „immer nötig und wichtig.“ Berichten zufolge rief Futkeu seinem Gegenspieler nach dem Tor etwas zu, bevor er an der Ersatzbank von Essen vorbeilief.
Futkeu reagiert auf die Vorwürfe
Obwohl Hüning die Zweikämpfe auf dem Spielfeld als „ein super Duell, ein hartes Duell“ beschrieb, bemängelte er Futkeus Verhalten abseits des Balles. Der Angreifer, dessen Transfer zu Eintracht Frankfurt bevorsteht, gab sich zu den Anschuldigungen seines Gegenspielers wortkarg.
Futkeu kommentierte den Vorfall mit den Worten: „Ich gehe nicht auf ihn ein, möchte ich nicht. Wir haben gewonnen, Klassenerhalt, fertig“. Darüber hinaus machte er Andeutungen bezüglich des Hinspiels: „Er weiß genau, was er im Hinspiel gemacht hat. Die wissen genau, was sie im Hinspiel gemacht haben. Mehr brauche ich nicht sagen.“
Tumulte nach dem Abpfiff
Auch nach dem Ende der Partie blieben die Emotionen hoch. Es entstand eine Auseinandersetzung, in die unter anderem Ruben Reisig von Essen involviert war. Im weiteren Verlauf schubste Dickson Abiama, ein ehemaliger Spieler Fürths, den Profi Paul Will vom Kleeblatt, welcher daraufhin stürzte.
Tiefe Enttäuschung bei Rot-Weiss Essen
Die Niederlage führte bei den Essenern zu tiefem Frust, manche Akteure weinten. Trotz eines 1:0-Erfolgs im ersten Vergleich scheiterte der Club am Sprung in die zweite Liga, den er seit 19 Jahren anstrebt, obgleich die Ausgangsposition vorteilhaft schien.
Hüning, dessen Treffer seinem Team erst die Teilnahme an der Relegation ermöglicht hatte, beschrieb seinen Zustand nach dem Spiel als „komplett leer“. Torhüter Jakob Golz gestand: „Es tut unfassbar weh.“ Trotz des Misserfolgs äußerte sich Trainer Uwe Koschinat anerkennend: „RWE hat Eindruck in Deutschland hinterlassen. Das bleibt irgendwann, wenn der Schmerz vorbei ist.“ (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.