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Spannungen um Irans TeamKapitän Taremi über die schwierige Lage vor dem WM-Auftakt

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WM 2026 - Iran Pressekonferenz

Mehdi Taremi machte keinen Hehl aus der angespannten Stimmung bei der Fußball-WM.

Politische Spannungen und eine chaotische Anreise überschatten den WM-Start der iranischen Nationalmannschaft.

Die angespannte Stimmung im Umfeld der iranischen Nationalmannschaft hat deren Kapitän Mehdi Taremi im Vorfeld des WM-Auftakts gegen Neuseeland thematisiert. «Ich spüre die Spannungen seit dem ersten Moment, seit wir bei dieser WM angekommen sind», äußerte der Stürmer laut der offiziellen Übersetzung während des Pressetermins einen Tag vor der Begegnung.

Für den um circa 15 Minuten verzögerten Start des Medientermins im WM-Stadion im Süden von Los Angeles bat Taremi um Entschuldigung. «Es war nicht unsere Schuld. Wir haben Tijuana um 10.00 Uhr verlassen und sind um 15.00 Uhr abgeflogen», erklärte er laut der Übersetzung. Die Entfernung zwischen den beiden Städten entspricht ungefähr der Distanz zwischen Stuttgart und München.

Iranische Mannschaft entgegen der Vereinbarung in den USA

Aufgrund des Krieges und politischer Differenzen mit den USA hatte die iranische Auswahl ihr WM-Lager von Arizona nach Mexiko verlegt. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass das Team nur an Spieltagen in die Vereinigten Staaten reist und unmittelbar nach den Spielen wieder zurückkehrt. Abweichend von diesen Vereinbarungen scheint die Nationalmannschaft Irans jedoch bereits einen Tag vor ihrem ersten WM-Spiel komplett in die USA gekommen zu sein. Fotos, die der iranische Verband veröffentlichte, zeigen die Fußballer beim Verlassen eines Flugzeugs. Eine diesbezügliche Anfrage bei der FIFA wurde vorerst nicht beantwortet.

«Natürlich betrifft uns das», kommentierte Trainer Amir Ghalenoei die Umstände. «Ich möchte den guten Menschen in Mexiko danken. Aber wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen, und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten.»

WM 2026 - Iran Pressekonferenz

Iran spielt zum WM-Auftakt gegen Neuseeland.

Politische Einigung bei Pressetermin ausgeklammert

Taremi, Angreifer bei Olympiakos Piräus, merkte an, dass auch andere Nationen Schwierigkeiten hatten. «Ich weiß, dass nicht nur wir betroffen waren. Ich weiß, dass mehrere Länder Probleme mit Visa hatten und ihre Trainingslager umstellen mussten. Bevor wir angekommen sind, gab es immer dieses Gefühl, diese Vorfreude auf eine Weltmeisterschaft. Ich glaube, dieses Mal hatten die Menschen vielleicht nicht dieselbe Vorfreude.»

Unmittelbar vor dem Pressetermin wurde eine vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Lösung des Konflikts publik. Diese war das Ergebnis wochenlanger Verhandlungen und wurde sowohl vom Vermittler Pakistan als auch von den Regierungen beider Staaten bestätigt.

Die Übereinkunft wurde während der Medienrunde jedoch nicht thematisiert. Ein Sprecher der FIFA hatte darauf hingewiesen, dass sich Taremi und sein Trainer ausschließlich zu sportlichen Aspekten äußern würden. Ein Journalist, der eine Frage zu potenziellen Protestaktionen im Stadion stellen wollte, wurde von dem FIFA-Vertreter gestoppt.

Sportliche Fragen vor dem Neuseeland-Duell nebensächlich

Der rein sportliche Aspekt war einen Tag vor der Partie gegen Neuseeland lediglich Gegenstand einer einzigen Journalistenfrage. «Niemand hat sich einfach so qualifiziert, sie haben hart dafür gearbeitet», äußerte sich Ghalenoei. Der Trainer von Neuseeland, Darren Bazeley, bemühte sich, die besonderen Umstände des Aufeinandertreffens auszublenden. «Um ehrlich zu sein, haben wir es wie ein normales Spiel behandelt in der Vorbereitung. Für uns ist es ein großes Spiel, weil es ein WM-Spiel ist», erklärte er.

Eventuelle Proteste der zahlreichen in Los Angeles ansässigen Exil-Iraner vor oder im Verlauf des Spiels würden laut Bazeley keinen Einfluss auf das Geschehen haben. «Wenn das Spiel einmal losgeht bemerkt man die Fans sowieso nicht und wen sie anfeuern», so Bazeley. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.