Abo

Bundestrainer geht nach WM-AusDFB verkündet Trennung von Julian Nagelsmann

2 min
Der geknickte Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Julian Nagelsmann scheiterte mit der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026.

Eigentlich hatte Julian Nagelsmann noch Vertrag bis 2028, doch nach dem WM-Aus ist vorzeitig Schluss für den Bundestrainer.

Der Deutsche Fußball-Bund hat am Freitag (3. Juli 2026) das Kapitel Julian Nagelsmann (38) beendet. Der Bundestrainer verlässt den DFB nach dem Aus im Sechzehntelfinale bei der WM 2026 auf eigenen Wunsch, wie der Verband mitteilte.

„Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert“, hieß es in der DFB-Mitteilung.

Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück

Der 59-jährige Klopp ist seit Januar 2025 als Head of Global Soccer für die Red Bull GmbH tätig. Davor war Klopp als Trainer sehr erfolgreich bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool.

Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er den englischen Titel und 2019 die Champions League. Derzeit ist er als Experte für MagentaTV in Amerika im Einsatz.

Julian Nagelsmann spricht über Rücktritt

„Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient“, sagte Nagelsmann in der Presseerklärung des Verbandes.

Nagelsmann hatte mit der DFB-Auswahl am Montag in der ersten K.-o.-Runde der WM mit 3:4 im Elfmeterschießen verloren. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte Nagelsmann einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich bin keiner der wegläuft“, hatte er im Stadion in Foxborough in den USA gesagt. Nun kam es aber zu dem Sinneswandel.

„Nach dem für ausnahmslos alle enttäuschenden WM-Aus verdient Julians Entscheidung unseren Respekt. Weil er Verantwortung übernimmt, wo er gerne weiter gestalten würde und die Nationalmannschaft als Ganzes über die eigene Person stellt“, sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Über die Zukunft des Weltmeisters von 1990 äußerte sich der DFB nicht. Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig wird seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern. Hierüber habe er den DFB-Präsidenten bereits vor Beginn der Weltmeisterschaft informiert. (dpa/bc)