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DEL-PlayoffsSerie kommt nach Köln – Adler setzen auf Auswärtsstärke

Lesezeit 3 Minuten
Jason Bast der Kölner Haie gegen Denis Reul von Adler Mannheim

Jason Bast der Kölner Haie gegen Denis Reul von Adler Mannheim

Nach dem 4:0-Sieg im ersten Playoff-Spiel wandert die Viertelfinal-Serie nach Köln.

Es wird am Freitag viel los sein in der Lanxess-Arena, die Haie erwarten 18600 Zuschauer, eine ausverkaufte Halle also, wenn der KEC ab 19.30 Uhr in der zweiten Partie der Playoff-Viertelfinalserie der DEL im Modus „Best of Seven“ gegen die Adler Mannheim antritt.

Und möglichst wieder so erfolgreich spielen will wie am Dienstag beim 4:0 in Mannheim. „Wir freuen uns sehr auf unser erstes Playoff-Heimspiel zu Hause und auf die Unterstützung unserer Fans“, sagte Geschäftsführer Philipp Walter, der sich ansonsten bedeckt gab.

Allein die Taten auf dem Eis sollten in den Playoffs sprechen, befand er. Die Spieler der Haie, die am Donnerstag eine ausgiebige Trainingseinheit absolvierten, reden momentan ebenfalls nicht viel. Sie setzen auf ihr erprobtes Spielsystem. „Wir wissen, dass wir jeden schlagen können, wenn wir uns daran halten“, sagte Torhüter Mirko Pantkowski.

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Redebedarf in Mannheim nach Pleite gegen Köln

In Mannheim gab es nach dem 0:4 dagegen Redebedarf. „Wir dürfen nach dem Wechsel den dritten Stürmer nicht so tief stellen und dem Gegner dadurch so viel Raum geben. Wenn du in den Playoffs Geschenke verteilst, werden sie angenommen“, wird Stürmer David Wolf in der „Rheinpfalz“ zitiert. Wobei sich die Frage stellte, warum solch grundlegende Dinge nach einer langen Hauptrunde nicht funktionieren.

Das konnte (oder wollte) Wolf nicht erklären. Stürmer Taro Jentzsch stellte fest: „Wir müssen uns am Freitag besser präsentieren als im ersten Spiel. Dann haben wir in jedem Fall die Chance, das Heimrecht gleich wieder zurückzuholen. Uns ist die Umstellung aufs Playoff-Hockey noch nicht so gut gelungen wie den Haien.“

Ex-KEC-Stürmer Niko Krämmer: „Wir waren nicht körperlich genug“

Der frühere KEC-Stürmer Niko Krämmer sah es so: „Wir waren nicht körperlich genug, und ohne ein eigenes Tor kann man ein Spiel eben nicht gewinnen.“ Es wird sich zeigen, wie gefestigt das Team der Adler ist, das neben München den teuersten Spielerkader der DEL hat. Zwar beendete Mannheim die Hauptrunde auf Platz drei, in der Saison gab es jedoch Unstimmigkeiten im Team des exzentrischen Trainers Bill Stewart.

Sie traten vor allem im Februar auf, als die Adler fünfmal hintereinander verloren, darunter zu Hause mit 2:5 gegen die Haie. Mannheimer Fans warfen den Spielern vor, nicht alles zu geben. Es soll danach eine Aussprache in der Mannschaft gegeben haben, und zum Abschluss der Hauptrunde folgten überzeugende Siege gegen Ingolstadt und in Düsseldorf. Das 0:4 vom Dienstag werteten Beobachter nun als Rückschlag.

Der „Mannheimer Morgen“ schrieb von einer „großen Depression“ bei den Adlern. Nur München erfolgreicher Auswärts haben die Mannheimer allerdings eine gute Bilanz aufzuweisen, in der Hauptrunde war auf fremdem Eis nur München erfolgreicher. Ihren bisher einzigen Sieg in dieser Spielzeit gegen die Kölner Haie, ein 3:1, feierten die Adler am 4. November in der Lanxess-Arena.

Damals stand der 20-jährige Arno Tiefensee im Mannheimer Tor und machte ein gutes Spiel. Gut möglich, dass er auch am Freitag zum Einsatz kommt. Nachdem er in Spiel eins im letzten Drittel eingewechselt worden war, kassierten die Adler jedenfalls kein Gegentor mehr. Nach der Partie am Freitag geht die Serie am Sonntag (19 Uhr) in Mannheim weiter. Das zweite Heimspiel der Haie findet am Dienstag (19.30 Uhr) statt. Vier Siege sind zum Weiterkommen nötig.

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