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Drittes Spiel, dritter SiegHaie können bereits am Dienstag ins Halbfinale einziehen

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Kölns Brady Austin (l.) mit dem Puck in Aktion.

Kölns Brady Austin (l.) gewinnt hier das Duell gegen Schwenningens Kyle Platzer für sich.

In der Playoff-Partie bei den Schwenniger Wild Wings steigerten sich die KEC-Profis im dritten Drittel und gewannen mit 4:2.

Nur noch ein Sieg fehlt den Kölner Haien zum Einzug ins Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen gewann am Sonntag dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel mit 4:2 (1:1, 0:0, 3:1) bei den Schwenninger Wild Wings und führt in der Viertelfinalserie im Modus „Best of 7“ nun mit 3:0.

„Wir haben die ersten zwei Drittel in der neutralen Zone nicht sehr sauber gespielt. Aber im dritten Drittel haben wir zu unserem Spiel gefunden und in der Offensive das getan, was wir tun mussten. Hinten haben wir gut verteidigt, Janne war wieder unglaublich“, sagte Haie-Stürmer Parker Tuomie bei „Magenta Sport“ und lobte Torhüter Janne Juvonen. Tuomie weiter: „Mit Herz und Blut haben wir das Spiel über die Runden gebracht und ein gutes Auswärtsspiel gemacht.“

Kölner Haie: KEC will am Dienstag in der Arena den Deckel draufmachen

Am Dienstag (19.30 Uhr) haben die Haie damit in der bereits ausverkauften Lanxess-Arena die Chance, mit einem weiteren Erfolg in die Runde der letzten vier einzuziehen. „Wir werden Schwenningen niemals unterschätzen und mit unseren Fans im Rücken angreifen“, kündigte Tuomie an.

Die Haie traten am Sonntag mit derselben Aufstellung an wie beim 4:2-Heimsieg am Freitag – das heißt: Stürmer Juhani Tyrväinen fehlte erneut. Vermutlich ist der 35-Jährige angeschlagen. In Spiel eins war er nach einem Foul von Schwenningens Goalie Joacim Eriksson heftig in die Bande geflogen. Auskunft zu Personalien geben die Haie während der Playoffs jedoch nicht.

Das erste Drittel begann unschön für die Kölner: Nach 43 Sekunden erzielte Kyle Platzer das 1:0, als er einen Abpraller verwertete, nachdem Juvonen einen Schuss von Jordan Szwarz hatte abprallen lassen. Davon ließen sich die Haie  nicht irritieren und zogen ihr  Spiel auf. Mit Erfolg: Dominik Bokk erzielte vier Minuten später das 1:1, als er nach einem Konter über Tuomie aus kurzer Distanz vor Eriksson zum Abschluss kam – Bokks erstes Playoff-Tor für die Haie. Danach entwickelte sich eine sehr zähe Partie, ähnlich wie in den ersten beiden Duellen.

Beide Teams spielten zwar diszipliniert, es gab aber wenige klare Spielzüge, dafür viele Zweikämpfe – und zwei starke Torhüter. In der Defensive standen die Haie gewohnt stabil, im Angriff riskierten sie wenig. In der 37. Minute hätte Bokk beinahe das zweite Kölner Tor erzielt, erneut kam er frei zum Abschluss, doch Eriksson parierte. „Es ist Playoff-Hockey, die Defensive steht an erster Stelle. Wir kämpfen um jeden Zentimeter Eis und werden alles reinlegen, um den dritten Sieg in der Serie zu holen“, sagte KEC-Verteidiger Jan Luca Sennhenn in der Pause vor dem deutlich ereignisreicheren Schlussdrittel.

In der 45. Minute nutzte Verteidiger Brady Austin eine Lücke auf halblinker Position und traf zum 1:2 – auch für ihn war es das erste Playoff-Tor. Genau 60 Sekunden später erhöhte US-Stürmer Tanner Kero auf 1:3, nachdem er nach einem gewonnenen Bully sofort abzog – auch er traf erstmals in den Playoffs. Schwenningen kam drei Minuten später durch einen Penalty wieder heran: Oliwer Kaski hatte Philip Feist beim Schuss behindert. Tyson Spink verwandelte, indem er den Puck halbhoch an Juvonens Stockhand vorbei zum 2:3 setzte.

Die Wild Wings versuchten danach viel, um noch zum Ausgleich zu kommen, nahmen ihren Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Wie schon am Freitag führte das zu einem Empty-Net-Goal – diesmal durch Maxi Kammerer zum 4:2-Endstand.

Kölner Haie: Juvonen – Kaski, Austin – Kemiläinen, Vittasmäki – Müller, Sennhenn – Glötzl – Russell, MacLeod, Kero – Bokk, Aubry, Storm – Niedenz, Schnarr, Kammerer – Uher, van Calster, Tuomie. – Zuschauer: 5100 (ausverkauft). – Schiedsrichter: MacFarlane, Schadewaldt. – Strafminuten: Schwenningen 8/ Köln 8. – Tore: 1:0 Platzer (0:43), 1:1 Bokk (4:52), 1:2 Austin (44:11), 1:3 Kero (45:11), 2:3 Tyson Spink (48:07, Penalty), 2:4 Kammerer (59:48).