Der Südstadt-Klub startet in das Trainingslager in der Türkei. Die Bedingungen sind deutlich besser als im Kölner Süden.
Fortuna Köln im TrainingslagerGute Bedingungen, gutes Essen und gute Stimmung

Die Fortuna Köln-Profis bei einer Trainingseinheit in der Türkei
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Nach vielen Jahren der Abstinenz bezieht der Regionalligist SC Fortuna Köln wieder ein Trainingslager fern der Südstadt. Für eine Woche entzieht sich die Mannschaft den schwierigen Bedingungen im Jean-Löring-Sportpark und schlug am Samstagabend ihr Quartier an der türkischen Riviera auf. Mehr als 40 Fortuna-Fans begleiteten die Mannschaft. In Side soll der erste Baustein für ein erfolgreiches Jahr 2026 gelegt werden. Fortuna überwintert als Tabellenführer der Regionalliga West – und will diese Position verteidigen.
Testspiele gegen Chemnitz und Leipzig
Sportlich verlief der Auftakt in die Wintervorbereitung vielversprechend. Einen Tag vor der Abreise gewann die Mannschaft von Trainer Matthias Mink ihr erstes Testspiel gegen die U21 des SC Paderborn mit 1:0. Gespielt wurde über viermal 30 Minuten. Den einzigen Treffer erzielte Tom Geerkens mit einem Distanzschuss, eine erste Duftmarke im neuen Jahr. Am Samstag machte sich der Tross dann auf den Weg in die Türkei. Der Abflug vom Flughafen Köln/Bonn verzögerte sich jedoch um 45 Minuten, weil die Tragflächen enteist werden mussten. Aber die Geduldsprobe schadete der Stimmung nicht. Nach später Ankunft und zwei Stunden Zeitverschiebung blieb jedoch kaum Zeit zur Eingewöhnung. Bereits am Sonntag absolvierte das Team eine Athletikeinheit, am Montag folgten Trainingseinheiten auf dem Platz.
„Wir finden hier gute Bedingungen vor“, sagte Mink. „Die Sonne scheint, die Plätze sind grün. Wir können intensiv und fokussiert arbeiten.“ Auch Angreifer Timo Bornemann zog ein positives Fazit: „Die ersten Tage waren lang und anstrengend, aber wir sind sehr gut versorgt und haben Spaß. Wir freuen uns auf das Spiel gegen Chemnitz am Dienstag.“ Der Wochenplan ist klar strukturiert und bewusst anspruchsvoll gestaltet. Nach dem Test gegen den Chemnitzer FC aus der Regionalliga Nordost wartet am Freitag mit Lokomotive Leipzig der Tabellenführer derselben Staffel. „Das sind zwei harte Testspiele, die uns optimal auf den Ligastart vorbereiten“, sagte Präsident Hanns-Jörg Westendorf, der am Montag ins Trainingslager nachgereist ist.
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Dabei dient das Trainingslager nicht nur der sportlichen Arbeit, sondern soll den Zusammenhalt nochmals stärken. „Die Anreise war lang, umso schöner war die Ankunft im Hotel“, erklärte Stürmer Enzo Wirtz während einer Kardio-Einheit auf dem Fahrrad. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen, einen ordentlichen Kraftraum und hervorragende Plätze. Die Stimmung ist sehr gut. Wir sitzen viel zusammen, reden, lachen, spielen Karten oder schauen Fußball“, so der 30-Jährige, der schmunzelnd hinzufügte: „Das Essen ist wirklich hervorragend. Aber wir sind alle Profi genug, dass wir an der Nachtischabteilung vorbeigehen.“
Die Wintervorbereitung erwies sich in den vergangenen Jahren häufig als Knackpunkt. Schlechte Platzverhältnisse im Kölner Süden bremsten die Fortuna aus, teils waren Ausweichmanöver in eine Soccerhalle nötig. Das soll in diesem Jahr vermieden werden. Klar ist aber auch, dass die Bedingungen nach der Rückkehr auch Ende Januar und im Februar schwierig bleiben dürften. Umso wichtiger ist es, verletzungsfrei durch diese Phase zu kommen.
Bessere Bedingungen als in Köln
Trainer Mink stehen im Trainingslager derweil fast 28 gesunde Spieler zur Verfügung. Neben Neuzugang Neo Telle vom 1. FC Köln ist auch der langzeitverletzte Suheyel Najar mitgereist. „Das Trainingslager ist ein starkes Zeichen“, so Najar. „Der Verein zeigt, dass er den Aufstieg ernst meint. Angesichts der Platzbedingungen im Sportpark ist das Ausweichen fast notwendig. Bei Regen läuft das Wasser schlecht ab, der Platz wird tief, die Verletzungsgefahr steigt. Hier arbeiten wir unter deutlich professionelleren Bedingungen.“
Zum Aufgebot gehören zudem U23-Stürmer Jamal Issifou und U19-Torhüter Wyn Neumann. Er ersetzt Lennart Stollenwerk, der nach einer Knieoperation vor Ort nur individuell trainieren kann. Am 17. Januar kehrt der Klub zurück, am 25. Januar folgt das erste Pflichtspiel des Jahres gegen den VfL Bochum II. Dann wird sich zeigen, ob die einwöchige Vorbereitung die erhoffte Wirkung entfalten konnte.

