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FrauenfußballMarina Hegering macht dem 1. FC Köln Hoffnung

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Google Pixel Frauen-Bundesliga: 1. FC Köln - FC Bayern München 15.03.2026 Marina Hegering 1. FC Köln, 33, Edna Imade FC Bayern München, 29 am 20. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München am 15.03.2026 im Franz-Kremer-Stadion in Köln, Deutschland. *** Google Pixel Womens Bundesliga 1 FC Köln FC Bayern München 15 03 2026 Marina Hegering 1 FC Köln, 33 , Edna Imade FC Bayern München, 29 on matchday 20 of the Google Pixel Womens Bundesliga in the match between 1 FC Köln and FC Bayern München on 15 03 2026 at Franz Kremer Stadion in Cologne, Germany Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Meuselx

Auf Anhieb Dirigentin der Defensive: Marina Hegering (rechts)

Beim 0:3 gegen die Bayern feiert die Abwehrchefin ihr Comeback – unter ihrer Aufsicht kassiert Köln kein Tor.

Am Ende half ihnen auch ihre bislang mit Abstand größte Kulisse bei einem Bundesliga-Heimspiel in dieser Saison nicht: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben am Sonntagabend vor 4104 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion, darunter auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester, gegen Bayern München mit 0:3 (0:3) verloren. Die Negativserie wuchs damit – wenn auch nicht unerwartet – auf fünf Spiele in Folge ohne Sieg. Das Team von Trainerin Britta Carlson verbleibt damit in der Tabelle jedoch auf dem achten Platz.

Die Kölnerinnen hatten sich nach der Niederlage gegen München allerdings nichts vorzuwerfen. Das wurde auch durch das Lob des Bayern-Trainers José Barcala nach dem Schlusspfiff deutlich: „Glückwunsch an den Gegner für den Matchplan. Wir wussten, dass wir auf einen der aggressivsten und hochpressendsten Mannschaften der Liga treffen. Das haben sie heute gezeigt. Sie haben dafür gesorgt, dass wir uns unwohl gefühlt haben.“

Köln mit ordentlicher Anfangsphase

Kölns Trainerin Carlson konstatierte: „Das war ein hochverdienter Sieg. Ich glaube, dass wir es den Bayern gerade in den ersten 20, 25 Minuten wirklich schwer gemacht haben und sie wenig Lösungen hatten gegen uns.“

Carlson betonte, dass es nicht die Philosophie sei, sich auch gegen einen Gegner wie die Bayern nur hinten reinzustellen: „Wir sind eine sehr aggressive Mannschaft. Wir machen nur noch zu wenig daraus. Wenn wir die Bälle gewinnen, dann müssen wir schneller Richtung Tor und geradliniger werden. Wir machen zu einfache Fehler im individuellen Verhalten und kriegen dann durch einfache Pässe in die Tiefe zu schnell Gegentore.“

Mit der gegentorlosen zweiten Hälfte erreichten die Kölnerinnen aber immerhin noch einen kleinen Teilerfolg nach dem deutlichen 0:3-Rückstand zur Pause. Pernille Harder (21./29.) und Linda Dallmann (38.). hatten die Tore für den FC Bayern erzielt. „Respekt an meine Mannschaft, dass wir weiter Gas gegeben haben“, betonte Carlson, gestand aber zugleich: „Trotzdem bin ich insofern enttäuscht, dass wir zu wenig Chancen rausgespielt haben.“ Für die Kölner Fußballerinnen war es die 17. Pflichtspielniederlage gegen die Bayern im 17. Aufeinandertreffen.

Marina Hegering stabilisiert den FC auf Anhieb

Immerhin kehrte eine Hoffnungsträgerin zurück: Ein Stabilisator für die FC-Defensive nach der Pause war Marina Hegering, die ihr Bundesliga-Comeback nach rund vier Monaten feierte. „In dem Moment, in dem sie reinkommt, hast du noch mal eine andere kommunikative Ebene. Du hast jemanden, der gleich Verantwortung übernimmt. Und uns ist dann auch gelungen, den Gegner fünf, sechs Mal ins Abseits zu stellen, was vorher nicht passiert ist. Das ist ihre Erfahrung, die sie mitbringt. Das ist ganz wichtig für die Truppe“, sagte Trainerin Carlson. Mehr als die 45 Minuten seien für die 35-Jährige aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich gewesen, nachdem Hegering in der jüngsten Länderspielpause im Test gegen Mainz erstmals 25 Minuten wieder auf dem Rasen gestanden hatten.

Die FC-Frauen konnten gegen Bayern München erstmals in dieser Saison mehr als 4000 Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion begrüßen. Der bisherige Bestwert der laufenden Spielzeit stammte von Ende September, als 2240 Fans die 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg sahen.

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) möchte der 1. FC Köln seinen Negativlauf beenden, Gegner ist der Aufsteiger 1. FC Nürnberg.