Trainer Angelo Mazza hat das Team in der Winterpause stark verändert und acht Zugänge verpflichtet.
SpVg. FlittardZehn Spieler verlassen Kölner Team nach schonungsloser Analyse

Trainer Angelo Mazza (r.) hat bei der SpVg. Flittard intensiv am Kader gearbeitet.
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Die Spielvereinigung Flittard hat in der Winterpause intensiv an ihrem Kader gearbeitet. Zehn Spieler haben den Fußball-Landesligisten verlassen, acht sind hinzugekommen. Vorausgegangen sei eine „schonungslose Analyse“, wie Trainer Angelo Mazza erklärt.
Nicht mehr zum Spielerkreis gehören mit Mohamed Mastur (SC Kalk), Abderrahman Rabhi (SpVg. Porz), Abdellah Rabhi (TuS Marialinden) und Betim Beqiri (GSV Langenfeld) auch vier Akteure, die gemeinsam an 24 Toren beteiligt waren. Auf jede einzelne Personalie mag der 39-jährige Mazza nicht eingehen. In die Bewertung seien allerdings auch Kriterien eingeflossen, die abseits des Spielfeldes zu finden waren, wie er betont.
Wir mussten unser Gesicht dringend verändern. Die entscheidende Frage war hierbei: Wer tut der Mannschaft gut und wer tut es nicht
„Wir mussten unser Gesicht dringend verändern. Die entscheidende Frage war hierbei: Wer tut der Mannschaft gut und wer tut es nicht. Einige der Jungs hätten wir gerne hierbehalten. Aber es ist ok und völlig legitim, dass sie sich für einen anderen Weg entschieden haben. Ich wünsche ihnen alles Gute“, sagt der Italiener, dessen Team nach dem Rückzug von Eintracht Hohkeppel II und nunmehr 14 gewerteten Partien mit 15 Punkten (26:44-Tore) auf Rang zwölf nur vier Punkte von der Abstiegszone entfernt ist.
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Kollektive Unruhe und gar die Sorge um eine vorzeitige Entlassung verspüre Mazza, der die Mannschaft in der Vorsaison am 22. Spieltag als Tabellenletzter mit 20 Punkten übernommen und letztlich mit 38 Punkten gerettet hatte, jedoch keineswegs. Im Gegenteil. „Mehr Rückendeckung, Zusammenhalt und Unterstützung der Verantwortlichen kann man sich nicht wünschen. Hier tun wirklich alle in der Verantwortung stehende alles, um Erfolg zu haben. Und was mich persönlich angeht, kann ich sagen, dass ich mich in Flittard sehr, sehr wohlfühle.“
Mazzas Vertrag läuft offenbar noch zwei Jahre und man habe sogar schon über die Option einer Verlängerung gesprochen. „Zur Not gehen wir gemeinsam in die Bezirksliga“, meint der Coach. Was sein umformiertes Team angeht, ist seine Begeisterung kaum zu überhören. „Wir dürfen uns auf eine Steigerung freuen, die sportlich wie menschlich greifbar ist. Das sind alles anständige Jungs, die zu ihrem Sport die richtige Einstellung haben.“
Mit Jimmy Mbiyavanga (Kalk), Ashhraaf Yamba (Jan Wellem) und Koray Öztürk (Bergisch Gladbach 09) will Mazza vor allem das bislang fehlerhafte Defensivspiel verbessern. Mit 44 Gegentoren und damit mehr als drei pro Spiel hat in der Fußball-Landesliga 1 kein Team mehr Treffer hinnehmen müssen. Dies wie auch die anderen Dinge gehe er konstruktiv an. „Wir kennen unsere Fehler und gehen sie an.“

