Nach einem Zittersieg gegen Veszprem stehen die Füchse Berlin im Halbfinale der Champions League, das in Köln stattfindet.
Krimi vom SiebenmeterpunktFüchse Berlin ziehen in die Endrunde nach Köln ein

Hatte meist mehrere Abwehrspieler um sich: Berlins Welthandballer Mathias Gidsel.
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Die Hoffnung der Füchse Berlin auf den erstmaligen Gewinn der Champions League lebt nach einem nervenaufreibenden Viertelfinale weiter. Gegen den ungarischen Klub Veszprem HC siegte der deutsche Meister mit 4:3 im Siebenmeterwerfen. Damit zog Berlin, wie schon im vergangenen Jahr, in das Halbfinale des Wettbewerbs ein. Das Finalturnier wird am 13. und 14. Juni in Köln ausgetragen.
Für die Berliner Mannschaft stand es nach Ablauf der regulären 60 Minuten 31:30 (17:15). Ein Siebenmeterwerfen wurde erforderlich, weil das erste Duell mit 34:35 verloren ging. Die Füchse gestalteten die Partie jedoch unnötig aufregend, da sie im zweiten Aufeinandertreffen einen Vorsprung von sechs Toren verspielten.
Einbruch nach deutlicher Führung
Ein fulminanter Beginn brachte den Gastgebern eine rasche 8:3-Führung. In der Folge erlaubten sich die Hauptstädter zwar einige Fehlversuche, doch Torwart Dejan Milosavljev zeigte eine herausragende Leistung und wehrte allein im ersten Durchgang acht Würfe ab. Zusätzlich war DHB-Akteur Tim Freihöfer bei fünf von sechs Siebenmetern erfolgreich. Die Partie kippte, als Lasse Andersson bei einem Spielstand von 17:11 das verwaiste Tor verfehlte, was Veszprem nutzte, um vier Treffer nacheinander zu erzielen.

Beide Teams lieferten eine extrem intensive Partie.
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Im zweiten Spielabschnitt wurde es zu einer Zitterpartie. Die Berliner konnten ihre schnellen Konter nicht mehr erfolgreich umsetzen. Gleichzeitig erlaubten Defensivlücken den ungarischen Gästen leichte Tore. Durch eine starke Phase von Mathias Gidsel konnte Berlin neun Minuten vor dem Ende mit 27:24 in Führung gehen, doch nur fünf Minuten darauf war der Spielstand mit 29:29 wieder ausgeglichen.
Gidsel: Vom Unglücksraben zum Matchwinner
Kurz vor dem Ende der Partie besaßen die Hauptstädter die Möglichkeit, mit einem 32:30 den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Jedoch verlor Welthandballer Gidsel nach einem Ausrutscher den Ballbesitz. Im darauffolgenden Siebenmeterwerfen kompensierte er diesen Fauxpas, indem er den entscheidenden Versuch verwandelte und die knapp 9.000 Zuschauer in der Arena in Begeisterung versetzte.
Am Donnerstag könnte der SC Magdeburg nachziehen; Gegner ist Pick Szeged. Dies würde die Chance auf ein abermaliges rein deutsches Finale in Köln steigern. Nach dem 35:28-Sieg im Hinspiel ist die Ausgangslage für den Titelverteidiger ausgezeichnet. Im Finale des Vorjahres hatte der SCM deutlich über die Füchse triumphiert. (dpa/red)
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