Das Team von Trainer Michael Koch benötigt gegen Wolmirstedt einen Erfolg, um seine Chancen auf den Zweitliga-Klassenerhalt zu wahren.
BasketballBayer Giants Leverkusen stehen vor Endspiel im Abstiegskampf

Kobe Langley (M.) steht mit den Bayer Giants Leverkusen unter Erfolgsdruck.
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Die 77:81-Niederlage der Bayer Giants am 19. Dezember bei den SBB Baskets in der Wolfgang-Lakenbach-Halle in Magdeburg hat weh getan. Heute schmerzt sie aber wahrscheinlich noch mehr als damals. Denn Wolmirstedt konnte in den vergangenen Wochen mehrere Siege in der zweiten Basketball-Bundesliga einfahren und ist am vergangenen Wochenende an den Giants vorbeigezogen.
Das heißt: Die Giants müssen mit mindestens fünf Zählern am Sonntag (16 Uhr, Ostermann-Arena) gegen die SBB Baskets gewinnen, wollen sie zumindest aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Gäste hinter sich lassen. Gewinnen sie mit einer geringeren Differenz oder verlieren sogar, so ist Wolmirstedt an den letzten beiden Spieltagen nicht mehr einzuholen.
Die anderen beiden Teams, die sich mit zwei Siegen mehr aktuell noch in Reichweite des Leverkusener Basketball Pro-A-Ligisten befinden, Paderborn und Tübingen, weisen ähnlich wie Wolmirstedt ein etwas leichteres Restprogramm auf. Unter anderem treten Paderborn und Tübingen noch gegeneinander an. Die beiden für die Bayer-Korbjäger noch ausstehenden Begegnungen mit Kirchheim und den Artland Dragons Quakenbrück haben es in sich; beide Gegner haben die Playoff-Qualifikation schon erreicht. Zusammengefasst: Es ist zwar nicht unmöglich, den Klassenerhalt noch zu schaffen, aber es wird schwer.
Wir müssen gegen Wolmirstedt von Anfang an mit mehr Druck spielen, als es zuletzt in Koblenz der Fall war. Dazu taktisch noch zwei, drei Sachen verändern und anpassen
Mindestens zwei Siege, darunter einer am Sonntag, müssen noch her, um zumindest mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die SBB Baskets zu überflügeln. Giants-Coach Mike Koch nimmt Bezug auf die letzte Begegnung seiner Mannschaft gegen Koblenz, wenn er über das Duell mit Wolmirstedt spricht. „Wir müssen gegen Wolmirstedt von Anfang an mit mehr Druck spielen, als es zuletzt in Koblenz der Fall war. Dazu taktisch noch zwei, drei Sachen verändern und anpassen. Offensiv war es in Koblenz in der zweiten Hälfte eine gute Vorstellung. Wir haben den Ball laufen lassen, haben 20 Assists gespielt. Wir hatten eine gute Mischung aus Inside- und Outside-Spiel, haben den Ring attackiert. Das waren offensiv schon gute Ansätze, die wir am Sonntag auch zeigen müssen. Wir müssen, wie in Paderborn und Koblenz, mehr einfache Punkte kreieren. Jetzt sind wir in der Situation, dass wir mit den Heimspielen gegen Wolmirstedt und Kirchheim zwei Finalbegegnungen daheim haben. Die müssen wir nutzen“, erklärt Koch.
Die Fans in der Ostermann-Arena dürfen gespannt sein, wie der Bayer-Coach sein Team rotieren lässt. In Koblenz standen in Lok Wur (38:35 Minuten), Dennis Heinzmann (37:53), Kobe Langley (34:46) und John Williams (32:54) gleich vier Akteure mehr als drei Viertel der Spielzeit auf dem Parkett. Koch rotiert mit wenigen Spielern Luca Kahl (25:33) und Sebastian Brach (20:39) komplettierten die Sechser-Rotation. Ricardo Lynch (6:08) und Sören-Eyke Urbansky (2:07) spielten nur wenig. Diese Rotation funktionierte auch, weil Heinzmann trotz der langen Spielzeit nur zwei Fouls (sonstiger Schnitt: 3,5) produzierte; Wur mit nur einem Foul (sonst 2,5 bei weniger Spielzeit) über die Runden kam.
