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BasketballNiederlage gegen Wolmirstedt - Bayer Giants Leverkusen steigen in Pro B ab

3 min
Basketball, Herren, 2.Basketball-Bundesliga, HAKRO Merlins Crailsheim - Bayer Giants Leverkusen 28.03.2026, 2.Basketball-Bundesliga, HAKRO Merlins Crailsheim - Bayer Giants Leverkusen v.l. Enttäuschter Dennis Heinzmann Leverkusen Ilshofen ARENA HOHENLOHE Baden-Württemberg Deutschland DEU *** Basketball, Men, 2 Basketball Bundesliga, HAKRO Merlins Crailsheim Bayer Giants Leverkusen 28 03 2026, 2 Basketball Bundesliga, HAKRO Merlins Crailsheim Bayer Giants Leverkusen v l Disappointed Dennis Heinzmann Leverkusen Ilshofen ARENA HOHENLOHE Baden Württemberg Germany DEU Copyright: xStevenxMohrx

Dennis Heinzmann tritt mit den Bayer Giants Leverkusen den Weg in die Pro B an. 

Die Mannschaft von Trainer Michael Koch überzeugt beim 70:77 erneut nur phasenweise.

Dass die Partie der Bayer Giants gegen die SBB Baskets aus Wolmirstedt am Sonntagnachmittag kein basketballerischer Leckerbissen werden würde, war wohl allen klar, die irgendwie mit dem Spiel zu tun haben würden: Trainern, Spielern und Fans. Zu viel stand auf dem Spiel.

Würden die Leverkusener mit mehr als fünf Zählern gewinnen, hätten sie noch eine (gute) Chance auf den Klassenerhalt. Würden sie mit weniger als fünf Punkten gewinnen, hätten sie immerhin noch die Möglichkeit zum Verbleib in der Liga bei noch mindestens einem zu holenden Sieg und einer weiteren Pleite von den SBB Baskets. Bei einer Niederlage gegen Wolmirstedt wäre der Ofen allerdings aus gewesen. Und der Ofen war um kurz nach 18 Uhr aus.

Das Spiel der Bayer Giants Leverkusen ist ein Spiegelbild der Saison

Die Bayer-Korbjäger verloren mit 70:77 (38:41) und werden daher in der Meisterschaftsrunde 2026/2027 in der Pro B antreten. Ein klarer Rückschritt der Leverkusener. Die Partie war ein Spiegelbild dieser Saison. Es gab gute Phasen, nur sollten diese die Ausnahme bleiben. Die mittelmäßigen bis schlechten Phasen in diesem Abstiegskrimi hatten die Oberhand behalten.

Im ersten Viertel fanden die Giants den etwas besseren Zugriff, führten mit 17:14. Stark in diesen zehn Minuten: Kobe Langley mit drei Dreiern. Leider hielt die Treffsicherheit aus der Distanz nicht über die ganze Partie an. Es folgten nur noch vier weitere Dreier in den restlichen 30 Minuten. Am Ende lag die Trefferquote aus der Distanz bei schlappen 22 Prozent.

Da aber auch noch die Sicherheit von der Freiwurflinie fehlte, wurde es in dieser so wichtigen Partie noch schwerer für Leverkusen: Nur 15 Treffer bei 24 Versuchen. Auch das war zu wenig, um Wolmirstedt zu bezwingen. Vielleicht war die Szene um das 65:60 für die Giants ebenso symptomatisch für diese Partie und diese Saison: Gleich drei Mal hatten die Gastgeber die Chance den Vorsprung zu erhöhen, damit die SBB Baskets unter Druck zu setzen und einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen. Doch die (schlecht gewählten) Würfe gingen daneben. Dazu kam ein Ballverlust, dazu kamen verpasste Freiwürfe von Langley. Es summierte sich.

Und so verliefen auch die letzten Minuten dieses letzten Pro-A-Spiels der Giants. Die Chance auf einen Sieg mit mehr als fünf Zählern war mehrfach gegeben. Aber sie wurde nicht genutzt. Anders die Wolmirstedter, die am Ende eiskalt an der Freiwurflinie blieben und ihre Würfe versenkten. Leverkusen fand einfach keine guten Würfe mehr, nahm Notdreier oder wilde Versuche aus der Mittel- oder Nahdistanz.

Nach der Schlusssirene wird es leise in der Halle

Hektik war angesagt; ein planvolles Agieren fand nur noch selten statt. Nach der Schlusssirene blieben die Köpfe von Spielern, Trainern und Fans unten. Es wurde leise in der Halle. Wie es weitergeht bei den Giants? Der Kader der nächsten Saison wird ein anderer sein. Neue und weniger US-Boys, neue und mehr deutsche Akteure. Pro B eben. Es war ein trauriger Abend für den Leverkusener Basketball. Traurig auch, weil es vermeidbar war.

Bayer Giants: Langley (15), Wur (14), Heinzmann (14), Williams (10), Brach (7), Nicholas (7), Lynch (3), Bogdan, Nita, Kremer.