Der 1,90 Meter große Guard spielte drei Jahre für die Leverkusener in der Pro B und Pro A.
BasketballSebastian Brach verlässt Bayer Giants Leverkusen schweren Herzens

Sebastian Brach (rechts) stieg in der vergangenen Saison mit den Bayer Giants Leverkusen aus der Pro A ab.
Copyright: IMAGO/Eibner
Er war in den vergangenen drei Jahren neben Dennis Heinzmann oft ein Lichtblick unter den deutschen Spielern der Bayer Giants Leverkusen. Seine Auftritte auf dem Parkett hatten stets etwas Spezielles. Er spielte frech auf, mogelte sich trotz seiner „nur“ 1,90 Meter gerne unter den Korb und punktete dort auch gegen die Langen. Gerne per Korbleger, bei denen er auch bei großen Verrenkungen in der Luft, mit denen er den langen Armen der gegnerischen Center auswich, die Kontrolle behielt.
Gleiches galt für seine Mitteldistanzwürfe. Gerne versuchte es der gebürtige Gießener auch aus der Distanz - oft erfolgreich. Der 24-Jährige hatte aber auch stets ein Auge für besser postierte Mitspieler, sammelte immer eine ordentliche Anzahl an Assists.
Sebastian Brach trug maßgeblich zum Aufstieg der Bayer Giants in die Pro A bei
So trug Sebastian „Manni“ Brach, von dem hier die Rede ist, in der vorletzten Saison, in der die Giants Meister der Pro B wurden, durchschnittlich stolze 13,8 Punkte sowie 3,7 Rebounds und 4,3 Assists zur Meisterschaft bei. Kaum ein anderer deutscher Akteur hatte in dieser Spielzeit bessere Werte.
In der gerade zu Ende gegangenen Saison lief es nicht ganz so rund für Brach. Die Gegner waren deutlich besser, die Defense enger; seine Spielzeit wurde angesichts der Konkurrenz in den eigenen Reihen weniger und seine Werte schlechter. Aber sie waren noch ordentlich.
Daher wäre Sebastian Brach ein wichtiger Baustein für die Giants in der kommenden Pro-B-Spielzeit gewesen, doch Brach möchte sich einer neuen Herausforderung stellen. Einen guten Verein zu finden dürfte angesichts des Potenzials Brachs nicht allzu schwer sein, zumal deutsche Spieler heiß begehrt sind.
92 Pflichtpartien absolvierte der Hesse für den deutschen Rekordmeister; seine Bilanz für die drei Jahre an der Bismarckstraße drückte Brach in der Pressemitteilung der Giants so aus: „Ich werde die drei Jahre in Leverkusen immer fest in meinem Herzen tragen. Es war eine tolle Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Besonders herausgestochen ist dabei das Umfeld. Die Coaches, Helfer und Fans haben das Team und mich stets unterstützt. Das ist vor allem in schwierigen Phasen nicht selbstverständlich. Unsere Anhänger haben uns selbst zu Auswärtsspielen begleitet, die mehrere hundert Kilometer entfernt waren. Das verdient größten Respekt.“
Sebastian hat gerade in dieser schwierigen Phase hart an sich gearbeitet und war jederzeit ein absoluter Vorzeigeprofi
Michael „Mike“ Koch sieht die Wechselbestrebungen des Guards mit großem Bedauern: „Manni hat sich in den vergangenen drei Jahren in Leverkusen sowohl menschlich als auch sportlich hervorragend entwickelt. Er war einer der Grundpfeiler unseres Aufstiegs im Vorjahr und gehörte für mich zweifellos zu den besten deutschen Spielern der Pro B. Auch in der Pro A hat er sich nie davor gescheut, Verantwortung zu übernehmen. Sebastian hat gerade in dieser schwierigen Phase hart an sich gearbeitet und war jederzeit ein absoluter Vorzeigeprofi. Nun trennen sich unsere Wege leider, dennoch wünsche ich Manni für seine Zukunft nur das Beste – vor allem Gesundheit.“
Trainer Michael Koch und Sportdirektor Hansi Gnad arbeiten am Kader für die neue Saison
Aktuell basteln Koch und Sportdirektor Hansi Gnad am Kader für die nächste Saison. Wann die ersten Zugänge vermeldet werden können, bleibt abzuwarten. Wie bereits vermeldet wurde, werden junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchsprogramm in der anstehenden Pro-B-Saison eine größere Rolle spielen. Dennoch müssen noch weitere Akteure verpflichtet werden, zumal – Stand heute – auch noch keine Wasserstandsmeldungen zum Verbleib oder zum Abgang von Spielern wie Sören-Eyke Urbansky oder Luca Kahl vorliegen.
