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FrauenfußballBayer 04 Leverkusen erlebt einen Tag zum Vergessen

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22.02.2026, xydrx, Frauen Fußball, 1.Fußball Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen - TSG 1899 Hoffenheim, Saison 2025 2026, Ulrich-Haberland-Stadion: Sofie Zdebel Bayer 04 Leverkusen 16 im Zweikampf gegen Janna Grimm TSG 1899 Hoffenheim 26 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video.Photo: xYannisxDreimannxPressefotoKochx Nordrhein-Westfahlen Deutschland *** 22 02 2026, xydrx, Women Football, 1 Soccer Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen TSG 1899 Hoffenheim, Season 2025 2026, Ulrich Haberland Stadion Sofie Zdebel Bayer 04 Leverkusen 16 in duel against Janna Grimm TSG 1899 Hoffenheim 26 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Photo xYannisxDreimannxPressefotoKochx Nordrhein Westfahlen Germany

Sofie Zdebel (links) von Bayer 04 Leverkusen im Zweikampf mit Hoffenheims Janna Grimm.  

Das Team von Trainer Roberto Pätzold muss sich im Kampf um Platz drei der TSG Hoffenheim mit 0:1 geschlagen geben.

Diesen tristen Februartag im Leverkusener Haberland-Stadion werden die Fußballerinnen von Bayer 04 zweifellos schnell vergessen wollen. Das Team um Bayer-Roberto Pätzold erlebte mit dem unglücklichen 0:1 (0:1) gegen den direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim einen herben Rückschlag im Kampf um Platz drei des Erstliga-Klassements, der zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigen würde.

Pätzold hatte in das letzte Match vor der Länderspielpause eine nach dem jüngsten 2:1 gegen den Lokalrivalen 1. FC Köln auf zwei Positionen veränderte Startelf geschickt. Anstelle von Estrella Merino Gonzalez (Muskelverletzung) und Caroline Kehrer begannen Juliette Vidal und Cornelia Kramer.

Bayer 04 gerät schon nach zwei Minuten in Rückstand

Diese umformierte Mannschaft musste nach wenigen Sekunden einen herben Rückschlag hinnehmen. Der erste Strafraumbesuch der Gäste endete sogleich mit einem Elfmeter, weil Jill Janssens nach einem Zweikampf mit Vidal zu Boden gegangen war. Den Strafstoß verwandelte TSG-Toptorjägerin Selina Cerci souverän (2.). Es war der zwölfte Saisontreffer der Hoffenheimerin, die damit mit Leverkusens Vanessa Fudalla an der Spitze der Bundesliga-Torschützenliste gleichzog.

Acht Minuten später fehlten nur Zentimeter, um den Fehlstart wettzumachen: Sofie Zdebel traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten des Gästetores. Hochkarätige Möglichkeiten blieben im Anschluss rar. Die zweiten 45 Minuten begannen die Leverkusenerinnen druckvoll. Carlotta Wamser verfehlte jedoch das Hoffenheimer Tor (47.). Drei Minuten später scheiterte Kramer an TSG-Torhüterin Laura Dick.

Auf der anderen Seite hatte nun auch eine TSG-Spielerin großes Pech: Im Anschluss an eine Ecke zog Janna Grimm von der Strafraumgrenze ab, traf aber auch nur den Pfosten (52.). Die Mehrzahl gefährlicher Offensivaktionen gab es aber auf der anderen Seite zu sehen. Kristin Kögel prüfte die Hoffenheimer Torhüterin und dann schoss die steil geschickte Kramer den Ball aus vollem Lauf an die Unterkante der Latte (56.). Fudalla versuchte es später noch einmal, schoss aber zu hoch. Wamsers folgender Abschluss war zu unplatziert, so blieb es beim 0:1.

TSG-Trainerin Eva Virsinger war zufrieden: „Es war die erwartet hart umkämpfte Partie. Wir wussten, dass Leverkusen bekannt für Intensität, Chaos und lange Bälle ist. Aber wir waren von Beginn an präsent und haben uns über den frühen Elfmeter belohnt.“ Sie gestand aber auch ein, ein „bisschen Glück“ gehabt zu haben.

Wir sind maximal unglücklich ins Spiel gestartet und haben Klarheit vermissen lassen. Das war bis dahin einer unserer schwächsten Auftritte
Roberto Pätzold, Trainer der Fußbllerinnen von Bayer 04 Leverkusen

Pätzold sagte, das Ergebnis sei sehr enttäuschend. Man sei „maximal unglücklich ins Spiel gestartet“ und habe in der ersten Hälfte Klarheit vermissen lassen. „Das war bis dahin einer unserer schwächsten Auftritte“, so Pätzold. Nach der Pause habe seine Elf dominant gespielt, aber „leider haben wir den Ball nicht über die Linie gebracht“.

Für seine Spielerinnen gab es lediglich den Trost, im Anschluss an eine regenerative Einheit am Montag in eine trainingsfreie Woche gehen zu dürfen, ehe mit der Länderspielpause für einige Bayer-Akteurinnen internationale Herausforderungen anstehen.

Bayer 04: Borggräfe - Wamser, Ostermeier, Turanyi, Vidal - Piljic (62. Grant), Zdebel - Bender, Kögel (84. Friedrich) - Kramer (62. Mädl), Fudalla. Tor: 0:1 Cerci (2./FE). Zuschauer: 782.