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HandballBayer Leverkusen verdient sich mit viel Leidenschaft einen Punkt

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Handball I Frauen I Saison 2025-2026 I 2. Bundesliga I 16. Spieltag I VfL Waiblingen - TSV Bayer 04 Leverkusen I 31.01.2026 Jessy Marlonne Souza 9, Bayer Leverkusen mit Ball verteidigt von Kimberly Eileen Gisa 18, VfL Waiblingen Tigers Waiblingen Rundsporthalle Baden-Württemberg Deutschland *** Handball I Women I Season 2025 2026 I 2 Bundesliga I 16 Matchday I VfL Waiblingen TSV Bayer 04 Leverkusen I 31 01 2026 Jessy Marlonne Souza 9, Bayer Leverkusen with ball defended by Kimberly Eileen Gisa 18, VfL Waiblingen Tigers Waiblingen Rundsporthalle Baden Württemberg Germany Copyright: xLobeca/MaxxPetershansx

Jessy-Marlonne Souza (am Ball) vergab mit Bayer Leverkusen kurz vor Schluss eine Führung. 

Das Zweitliga-Team von Trainerin Franziska Garcia erreicht beim SV Todesfelde ein 35:35.

Der erste Punkt ist da. Und trotzdem dürften die Handballerinnen von Bayer Leverkusen auf der langen Rückfahrt aus dem Norden der Republik darüber gegrübelt haben, warum es nicht zwei geworden sind. Von Aufsteiger SV Todesfelde trennten sich die Werkselfen 35:35 (17:18). Sekunden vor Schluss erzielte Rieka Thal den Ausgleich für die Gastgeberinnen, dabei hatte Bayer den ersten Saisonsieg schon vor Augen.

Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie drehten die Werkselfen in der Schlussphase auf. In der 53. Spielminute lagen sie noch 29:30 zurück, doch dann trafen Jessy-Marlonne Souza, Sophia Cormann und Louise van der Valk in Folge und drehten die Partie zugunsten Leverkusens. Wenig später erhöhte Dana Gruner per Siebenmeter auf 35:32 (58.) – gut zweieinhalb Minuten waren da noch auf der Uhr.

Kurz nach Spielende fühlt sich das natürlich wie ein Punktverlust an
Franziska Garcia, Trainerin von Bayer Leverkusen

„Kurz nach Spielende fühlt sich das natürlich wie ein Punktverlust an“, formulierte Bayer-Trainerin Franziska Garcia, was dann geschah. Todesfelde verkürzte zunächst auf 33:35. Bayer führte immer noch mit zwei Toren und war sogar wieder in Ballbesitz, brachte den Vorsprung aber nicht über die Zeit. Nach einem Ballverlust fiel 38 Sekunden vor Schluss das 34:35, ehe Thal kurz vor Ertönen der Schlusssirene den Ausgleich erzielte. Garcia hinterfragte danach eine eigene Entscheidung: „Vielleicht muss ich die Auszeit später nehmen. Das nehme ich als Feedback für mich mit.“

Dass die Werkselfen dem Sieg überhaupt so nah kamen, wertete die 42-Jährige allerdings als deutliche Steigerung gegenüber den Niederlagen gegen Rödertal und Kirchhof. Schon in der ersten Hälfte entwickelte sich ein enges Duell. Bayer führte zwischenzeitlich mit drei Toren (14:11 und 15:12, 22.), Todesfelde drehte die Partie aber noch zum 18:17-Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng. Bemerkenswert war, dass Todesfelde über rund 40 Minuten mit sieben Feldspielerinnen, also ohne Torhüterin agierte, um offensiv mehr Druck aufzubauen. Für Garcia eine Folge dessen, wie ihre Mannschaft verteidigte. „Ich habe sehr, sehr viele gute Sachen gesehen.“ Vor allem in der zweiten Hälfte sei die Abwehr ordentlich gewesen. Auch die zurückgekehrte Merle Muth konnte sich im Tor auszeichnen. Gerade zu Beginn der zweiten Hälfte hätte Bayer die Chance gehabt, sich deutlicher abzusetzen. Am Ende fehlte dazu – und zum Sieg – vor allem die letzte Konsequenz im Abschluss.

Trotzdem: „Es war eine klare Leistungssteigerung.“ Ihre junge Mannschaft müsse nun lernen, solche engen Situationen für sich zu entscheiden, meinte Garcia. „Wenn wir mit der Leidenschaft und Galligkeit verteidigen, wie wir es gemacht haben, ein bisschen besser noch abschließen, dann werden wir Spiele gewinnen.“

Bayer Leverkusen verlässt den letzten Platz

Vorerst müssen sich die Werkselfen mit dem ersten Punkt zufriedengeben. Ein schöner Nebeneffekt bleibt: Die Rote Laterne konnten sie damit abgeben. Und nach zwei Niederlagen zum Auftakt ist die Null vom Punktekonto verschwunden. Am Montag beginnt die neue Trainingswoche bei den Elfen und die Arbeit daran, aus einem Punktverlust-Gefühl bald ein echtes Siegesgefühl zu machen.