Das Team von Trainerin Franziska Garcia kassiert zum Auftakt der Zweiten Liga ein 22:40.
HandballHarte Lektion für Bayer Leverkusen beim HC Rödertal

Sophia Cormann (Mitte) legte mit Bayer Leverkusen einen Fehlstart hin.
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Dass es beim HC Rödertal schwierig werden würde, war den Handballerinnen von Bayer Leverkusen bewusst. Wie deutlich der Unterschied zum ambitionierten Spitzenteam der 2. Bundesliga am Ende ausfallen würde, hatten sie sich allerdings wohl anders vorgestellt. Mit 22:40 (10:21) verloren die Werkselfen zum Saisonauftakt in Sachsen – und kassierten damit gleich zum Start eine Niederlage mit 18 Toren Differenz.
Bayer-Coach Franziska Garcia versuchte danach gar nicht erst, das Ergebnis schönzureden. „Wir haben ordentlich einen auf die Mütze bekommen und wir haben auch zurecht einen auf die Mütze bekommen“, sagte sie.
Bayer Leverkusen agiert taktisch undiszipliniert
Vor allem defensiv bekam ihre junge Mannschaft von Beginn an keinen Zugriff auf den körperlich starken Rückraum der Gastgeberinnen. Genau diese Physis hatte Garcia vor der Partie als eine der großen Stärken Rödertals ausgemacht. Eigentlich waren ihre Spielerinnen also gewarnt.
Umso mehr störte die Trainerin, dass Bayer auch taktisch nicht konsequent blieb. „Wir haben uns undiszipliniert verhalten und nicht an den Matchplan gehalten. Das muss man ganz klar so festhalten.“ Die Folgen waren schnell sichtbar. Rödertal setzte sich früh ab und ließ die Leverkusenerinnen schon in der ersten Halbzeit weit hinter sich.
Neben den Problemen in der Abwehr half Bayer auch im Angriff kräftig mit. Gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, so dass es bereits mit einem deutlichen 10:21-Rückstand in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel stabilisierten sich die Werkselfen zumindest phasenweise. „Wir haben dann mal angefangen zu agieren und nicht nur zu reagieren“, sagte Garcia. Die Folge waren einige Ballgewinne, dazu konnten sich auch die Leverkusener Torhüterinnen mehrfach auszeichnen.
Was Bayer nun defensiv besser machte, wurde im Angriff zu selten belohnt. Wieder ließen die Gäste zahlreiche Chancen liegen. Besonders bitter: Gleich vier Siebenmeter fanden nicht den Weg ins Tor. Garcia machte nach der Partie deutlich, dass nun die nächsten Entwicklungsschritte ihrer jungen Mannschaft folgen müssten. Viele Spielerinnen im Leverkusener Kader sammeln gerade ihre ersten Erfahrungen auf Zweitliga-Niveau. „Man muss verstehen, dass in der 2. Bundesliga andere Gesetze herrschen“, sagt die Trainerin.
Es bringt nichts, nach einem Spiel alles in Frage zu stellen. Es gilt aufzustehen, die Krone zu richten
Grundsätzlich wolle sie die deutliche Auftaktniederlage nicht überbewerten: „Es bringt nichts, nach einem Spiel alles in Frage zu stellen.“ Schon am Sonntag haben die Werkselfen die Gelegenheit, es besser zu machen. Bayer Leverkusen empfängt die SG Kirchhof zum ersten Heimspiel der Saison und diese Partie dürfte für Bayer schon eine größere Bedeutung mit Blick auf die Saisonziele haben. „Es gilt aufzustehen, die Krone zu richten“, sagt Garcia.
Dass ihr Team gegen Kirchhof ein anderes Gesicht zeigen könne, daran hat die 42-Jährige keine Zweifel: „Davon bin ich überzeugt.“ Zumal sich Kirchhof mit einem 23:37 (12:21) zum Auftakt ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckerte.

