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Leverkusener HandballerinnenViel Talent, wenig Erfahrung

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Handball, 2. Alsco HBF: HC Leipzig - Bayer 04 Leverkusen 22.03.2026 Sophia Cormann 10, Bayer Leverkusen mit Siegerfaust. 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen, HBF, Saison 2025/ 2026, 21. Spieltag: HC Leipzig vs. TSV Bayer 04 Leverkusen am 22.03.2026 in der Sporthalle Brüderstraße Leipzig. *** Handball, 2 Alsco HBF HC Leipzig Bayer 04 Leverkusen 22 03 2026 Sophia Cormann 10, Bayer Leverkusen with winning fist 2 Alsco Handball Bundesliga Frauen, HBF, Saison 2025 2026, 21 Spieltag HC Leipzig vs TSV Bayer 04 Leverkusen am 22 03 2026 in der Sporthalle Brüderstraße Leipzig Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/JanxKaeferx

Ein Teil der Leverkusener Doppelspitze: Sophia Cormann

Die Elfen absolvieren ihre Härtetests vor dem Zweitliga-Start. Sophia Cormann und Lara Fichtner bilden das Kapitäninnen-Duo.

Eigentlich hätten die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Wochenende noch einmal einen besonderen Härtetest bekommen sollen. Die südkoreanische Nationalmannschaft war angekündigt, die Fritz-Jacobi-Halle sollte für Zuschauer geöffnet sein. Daraus wurde nichts. Zu viele Spielerinnen waren angeschlagen oder fielen aus, sodass die Werkselfen die Partie kurzfristig absagen mussten.

Eine Woche später steht nun der nächste und zugleich letzte größere Test vor dem Saisonstart an. Bei der Saisoneröffnung am Samstag empfängt Bayer ab 14 Uhr in einem Dreier-Turnier den niederländischen HV Kwiek und den TuS Lintfort. Gerade das Wiedersehen mit Lintfort dürfte für Trainerin Franziska Garcia interessant sein. Schon früh in der Vorbereitung hatten beide Mannschaften gegeneinander gespielt. Damals sei ihr junges Team noch sehr nervös gewesen, hatte Garcia berichtet. Seitdem sind einige Trainingswochen vergangen.

Nur ein kleiner Teil des Leverkusener Kaders ist noch der alte

Zeit, die Bayer brauchte. Die Mannschaft wurde im Sommer erneut kräftig umgebaut, nur ein kleiner Teil des Kaders aus der Vorsaison ist geblieben. Garcia sprach zuletzt von einer „runderneuerten und zusammengewürfelten“ Mannschaft und machte keinen Hehl daraus, dass es noch dauern werde, bis alle Rädchen ineinandergreifen. Die bisherigen Testspiele lieferten dabei unterschiedliche Eindrücke. Gegen Lintfort beispielsweise war Bayer noch merklich nervös und will es diesen Samstag besser machen. Es ist die Generalprobe, ehe es eine Woche später ernst wird. Zum Auftakt der 2. Bundesliga reist Leverkusen zum HC Rödertal (29. August, 18.30 Uhr).

Lara-Sophie Fichtner Fuechse Berlin 06 GER, Fuechse Berlin vs. HL Buchholz 08-Rosengarten, 2. Handball-Bundesliga Frauen, HBF, 27. Spieltag, Spielzeit 2023/2024, 05.04.2024 GER, Fuechse Berlin vs. HL Buchholz 08-Rosengarten, 2. Handball-Bundesliga Frauen, HBF, 27. Spieltag, Spielzeit 2023/2024, 05.04.2024 Berlin *** Lara Sophie Fichtner Fuechse Berlin 06 GER, Fuechse Berlin vs HL Buchholz 08 Rosengarten, 2 Handball Bundesliga Women , HBF, Matchday 27, Season 2023 2024, 05 04 2024 GER, Fuechse Berlin vs HL Buchholz 08 Rosengarten, 2 Handball Bundesliga Women , HBF, Matchday 27, Season 2023 2024, 05 04 2024 Berlin Copyright: xEibner-Pressefoto/JadrankoxMarjax EP_JMC

Neu im Team und neue Co-Kapitänin: Lara Fichtner

Bis dahin geht es vor allem darum, die Abstimmung zu verbessern und aus vielen neuen einzelnen – um im Bild zu bleiben – Rädchen immer mehr eine Mannschaft zu formen. Wichtige Rollen kommen dabei Sophia Cormann und Lara Fichtner zu. Beide führen die Werkselfen in der neuen Saison gleichberechtigt als Kapitäninnen an. Für Cormann ist das Amt bereits vertraut, geht sie doch bereits in ihre dritte Saison als Spielführerin. Die Rückraumspielerin hat auch die schwierige vergangene Saison sowie die Abstiegssaison im Jahr zuvor in dieser stets geteilten Rolle miterlebt.

Sophia Cormann und Lara Fichtner wollen die Elfen anführen

„Für mich bedeutet es wirklich viel, weiterhin Kapitänin der Werkselfen zu sein“, sagt Cormann, die am vergangenen Sonntag ihren 24. Geburtstag feierte. Sie fühle sich mit dem Verein und der Mannschaft „total verbunden“. Gerade nach den vergangenen Jahren mache es sie stolz, erneut Verantwortung übernehmen zu dürfen. Sie wolle „für die Mädels da sein und vor allem auch immer ein offenes Ohr für alle haben“.

Fichtner ist in Leverkusen dagegen noch neu – und erhält dennoch vom Start weg viel Verantwortung. Die 24-Jährige kam im Sommer von den Füchsinnen Berlin. Der Wechsel vom Osten der Republik in den Westen hätte kaum größer sein können. „Leverkusen ist von der Stadt her eine totale Umstellung“, sagt sie. Eingelebt habe sie sich trotzdem schnell. Die Mannschaft habe es ihr leicht gemacht, sich wohlzufühlen. Und es gibt da noch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Statt wie in Berlin teils eine Stunde zum Training unterwegs zu sein, sind die Wege nun deutlich kürzer.

Guter Austausch zwischen den Kapitäninnen

Dass sie direkt das Kapitäninnenamt übernimmt, sei eine große Ehre. Gleichzeitig habe die 25-Jährige bei ihrem Wechsel auch bewusst Verantwortung übernehmen wollen. „Dass es nun das Kapitäninnenamt geworden ist, macht mich sehr glücklich und auch stolz.“ Mit Cormann habe sie bereits eine gute Verbindung gefunden. „Sophia und ich sind ein gutes Team und ich kann in vielen Dingen von ihr lernen.“

Und das beruht auf Gegenseitigkeit, wie Cormann unterstreicht: „Lara und ich kommen sehr gut miteinander klar und der Austausch zwischen uns funktioniert super.“ Weil beide gemeinsam Verantwortung übernehmen, sei es wichtig, sich offen abzustimmen. „Ich glaube, dass wir uns da sehr gut ergänzen und beide unsere eigene Art haben, Dinge anzugehen.“

Doch was ist möglich in der neuen Mannschaftskonstellation in Leverkusen? Da fällt die Meinung bei beiden sehr ähnlich aus. Talent sei reichlich vorhanden, Erfahrung dagegen weniger. „Wir haben insgesamt ein sehr junges Team und auch einige Spielerinnen dabei, die noch nicht so viel Zweitliga-Erfahrung haben“, sagt Cormann. Deshalb müsse man dem neuen Kader auch die nötige Zeit geben. Das Potenzial sei aber „unglaublich groß“. Fichtner verweist darauf, dass sieben Neuzugänge erst einmal integriert werden müssen. „Wir arbeiten immer noch an den Abläufen und der Abstimmung“, sagt sie. Den Feinschliff werde es wohl erst mit den ersten Pflichtspielen geben.

Leverkusens Handballerinnen leben vom Zusammenhalt

Mindestens genauso wichtig ist beiden Kapitäninnen deshalb das, was abseits des Spielfeldes passiert. Trainingslager und gemeinsame Unternehmungen sollen dafür sorgen, dass aus dem neu zusammengestellten Kader schnell eine Einheit wird. „Uns ist vor allem wichtig, dass sich jede als Teil der Mannschaft fühlt und sich bei uns wohlfühlt“, sagt Cormann. Die Werkselfen hätten in den vergangenen Jahren immer wieder von ihrem Zusammenhalt gelebt. Genau dieser Teamgeist soll auch diesmal entstehen.

Große Kampfansagen für die neue Saison gibt es deshalb nicht. Bayer-Trainerin Garcia hatte bereits darauf verzichtet, ein konkretes Saisonziel auszurufen. Die Elfen werden sich über die gesamte Saison in einem Entwicklungsprozess befinden. Bis zur Winterpause wolle man so viele Punkte wie möglich holen und sich möglichst im Mittelfeld etablieren. Cormann denkt ganz ähnlich. Sie wünsche sich vor allem, dass die Mannschaft schnell zusammenfindet, sich weiterentwickelt und „füreinander kämpft“. Fichtner formuliert es noch etwas direkter: „Ich wünsche mir, dass jede Spielerin ihr Herz auf der Platte lässt, was dann dabei rauskommt, sehen wir am Ende. Klar ist, ich möchte die Klasse definitiv halten.“

Am Samstag können die Werkselfen ein letztes Mal testen, wie weit sie auf diesem Weg schon sind. Danach ist die Vorbereitung vorbei. Und aus Erkenntnissen müssen langsam Punkte werden.