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Verletzungsschock bei Grazer Derby„Sie haben alles versucht, damit die Gefäße nicht absterben“

Beim Derby zwischen Sturm Graz und dem Grazer AK kommt es zu einer schlimmen Verletzung - und dramatischen Szenen auf dem Platz.

Ein Spieler von Sturm Graz zeigt sich schockiert von der Verletzung seines Teamkollegen Daniil Khudyakov, der im Hintergrund behandelt wird.

Ein Spieler von Sturm Graz zeigt sich schockiert von der Verletzung seines Teamkollegen Daniil Khudyakov, der im Hintergrund behandelt wird.

Das Fußball-Derby zwischen Sturm Graz und dem Grazer AK wird von einer schweren Verletzung überschattet: Daniil Khudyakov, Torwart von Sturm Graz, brach sich bei einem Zusammenprall mit Gegenspieler Jacobo Italiano das Bein. In der 21. Minute wollte Khudyakov den Ball weit abschlagen. Italiano wollte dazwischengehen, traf dabei aber Ball und Bein des Torhüters. Khudyakov ging schreiend zu Boden.

Schnell bildeten die Spieler beider Mannschaften einen Kreis um den Verletzten, während Khudyakov auf dem Rasen behandelt wurde. Nach einer Unterbrechung von rund sieben Minuten brachte ihn der Rettungsdienst vom Platz. Die Fans verabschiedeten ihn mit Applaus.

„Es war ein glatter Unterschenkelbruch“

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch gab nach dem Spiel bei Sky ein erstes Update: „Er wird gerade operiert. Es war ein glatter Unterschenkelbruch. Sie haben am Platz alles versucht, damit zumindest die Gefäße nicht absterben, weil es schon eine sehr, sehr schwere Verletzung ist.“ Khudyakov wurde noch am Sonntag operiert. Laut Sky Austria wird er mindestens bis März 2027 ausfallen. Ein Saison-Aus ist nicht ausgeschlossen.

Italiano war nach der Szene sichtlich mitgenommen und weinte. „Es war eine schreckliche Situation. Ich wünsche ihm eine schnelle Heilung und werde ihm auf jeden Fall Genesungswünsche schicken.“

Sturm Graz gewinnt Derby deutlich

Auch sportlich begann das Derby für Sturm Graz schlecht: Christopher Cvetko brachte den GAK in der zehnten Minute in Führung. Danach drehte Sturm dann jedoch auf. Luca Weinhandl (37.), Jürgen Heil (39.) und Oumar Diakité (41.) drehten die Partie innerhalb weniger Minuten. Nach der Pause erzielte Diakité zwei weitere Treffer (49., 51.). Jon Gorenc Stankovic setzte in der 75. Minute den Schlusspunkt zum 6:1.

Trainer Ingolitsch widmete den Sieg den Fans – und Khudyakov: „Der Sieg ist nicht nur für die Fans, denen wir ihn unbedingt schenken wollten, sondern auch für ‚Khudy‘. Wir wollten noch das eine oder andere Prozent mehr für ihn geben und haben uns auch mit einem sehr verdienten Derbysieg belohnt.“ (das)