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Kölner ArbeitsmarktZahl der Arbeitslosen soll deutlich zurückgehen

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Der Kölner Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2021 besser entwickelt, als es viele Expertinnen und Experten erwartet hatten.

Köln – Der Kölner Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2021 besser entwickelt, als es viele Expertinnen und Experten erwartet hatten. Die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen bleibt jedoch weiterhin ein Problem. Das ergibt sich aus einem Bericht des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln.

2020 war die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aufgrund der Corona-Pandemie zunächst gesunken, bevor sie Mitte 2021 bereits wieder bei 591.400, dem Niveau vor der Pandemie, lag. Ende September stieg die Zahl auf 599.600, einem Allzeithoch. Zusätzlich gab es 2021 etwa 1.500 mehr offene Stellen als noch im Vorjahr.

Während die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sich in Köln kaum veränderte, zeigte sich ein Trend hin zu Nebenjobs, die während der Hauptbeschäftigung ausgeübt werden. Das waren 2021 etwa 3.000 mehr Kölnerinnen und Kölner als 2020.

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Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gestiegen

Allerdings leben in Köln seit 2021 deutlich mehr Langzeitarbeitslose. Die Zahl stieg um mehr als ein Viertel (plus 5.789). Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote nahm in 2021 mit 9,3 Prozent trotz des Beschäftigungshochs nicht ab. 

Dies lässt sich unter anderem mit dem Begriff Qualifikations-Mismatch erklären. Das bedeutet, dass die Qualifikationen der in Köln wohnenden Arbeitslosen nicht mit den Anforderungsprofilen der angebotenen Stellen übereinstimmt.

Die Entwicklung der Zahl der Beschäftigten hing 2021 auch von der jeweiligen Branche ab. Als Folge der Corona-Krise ging die Beschäftigung im Einzelhandel (minus 3.000 Arbeitsplätze oder minus 8,2 Prozent) und im Gastgewerbe (minus 1.700 Arbeitsplätze oder  minus 8,7 Prozent) weiter deutlich zurück.

Arbeitsplatzgewinne verbuchten vor allem der Großhandel (plus 4.700 oder plus 18 Prozent), die öffentliche Verwaltung (plus 4.000 oder plus 13,9 Prozent) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (plus 3.200 oder plus 4,2 Prozent). In diesen Branchen konnten vor allem Ausländerinnen und Ausländer, Jüngere und Akademikerinnen und Akademiker profitieren.

IAB mit optimistischer Prognose

Nach der aktuellen Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von März 2022 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln um 1,7 Prozent weiter ansteigen und auf rund 602.900 landen.

Gleichzeitig soll die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl  auf 50.700 zurückgehen (minus 10,3 Prozent). Allerdings wird diese Prognose dadurch bedingt, dass der Ukraine-Krieg nicht noch weiter eskaliert, aber auch nicht schnell beendet sein wird.