Mobilität in der RegionLandtag berät über Seilbahn für Bonn

In Koblenz überquert seit 2010 eine Seilbahn den Rhein, die anlässlich der Bundesgartenschau gebaut wurde.
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Düsseldorf/Bonn – Der Bau einer Seilbahn in Bonn zwischen Ramersdorf und der Universitätsklinik als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs dürfte am Mittwoch die nächste Hürde nehmen.
Im Verkehrsausschuss des Landtags werden die Politiker darüber diskutieren, ob das Projekt in die Stufe 1 des ÖPNV-Bedarfsplans aufgenommen wird, der spätestens im kommenden Jahr verabschiedet werden und bis 2035 gelten soll.
Der Plan enthält alle Projekte für den Aus- und Neubau der Infrastruktur in NRW, die mehr als fünf Millionen Euro kosten und soll im Jahr 2023 fertig gestellt sein.
Die Seilbahn in Bonn soll zur Verbesserung der Verkehrsanbindung rund um den Venusberg beitragen, zwischen dem Schießbergweg in Beuel und der Uniklinik fünf Station umfassen und täglich zwischen 5.30 und 21 Uhr fahren. Sie soll nach derzeitigem Stand rund 58 Millionen Euro kosten.
Eine Zustimmung im Verkehrsausschuss des Landtags gilt als sicher. Der Regionalrat hat sie bereits erteilt. Am 15. Mai sollen die Bonner parallel zur Landtagswahl bei einem Ratsbürgerentschied darüber abstimmen, ob sie die Seilbahn für sinnvoll halten.
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Ebenfalls in den Bedarfsplan aufrücken soll das Großprojekt einer neuen rechtsrheinischen Stadtbahnverbindung zwischen Bonn und Köln über Niederkassel nach dem Vorbild der bestehenden Linien 16 und 18 (Rheinufer- und Vorgebirgsbahn) inklusive der Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 in Köln von Zündorf bis Langel-Süd. Dafür soll die bestehende Eisenbahnstrecke zwischen Mondorf und Lülsdorf für den Stadtbahnbetrieb umgebaut und über drei neue Lückenschlüsse mit dem Stadtbahnnetz in Köln und Bonn verbunden werden.
Ein weiterer Bauabschnitt beinhaltet die Verbindung über eine neue Rheinbrücke zwischen Langel-Süd und Sürth, so dass die Linie 17 von Köln ab Langel-Süd rechtsrheinisch weiter bis Bonn-Beuel fahren könnte. Das gesamte Projekt würde nach jetzigem Stand rund 390 Millionen Euro kosten.



