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Corona-Folgen dennoch spürbarArbeitslosigkeit in NRW sinkt im Dezember

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Arbeitslose NRW

Die Agentur für Arbeit

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen ist die Arbeitslosigkeit im Dezember zum Ende des Jahres leicht zurückgegangen. Zum Stichtag waren 734.384 Menschen beschäftigungslos gemeldet und damit 3736 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 7,6 auf 7,5 Prozent. Das teilte die Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit am Dienstag mit.

Die Behörde verwies jedoch darauf, dass der Stichtag vor dem Beginn des harten Lockdown gelegen habe und somit die Folgen der neuerlichen Eindämmungsmaßnahmen ab Mitte Dezember noch nicht abbilde.

Positive Nachricht

Der Vorsitzende der NRW-Regionaldirektion, Torsten Withake, sprach dennoch von einer „positiven Nachricht, die Beachtung verdient“: „Die Arbeitslosigkeit ist zwar nur geringfügig zurückgegangen, doch ist das andererseits auch erst das fünfte Mal seit 1980, dass im Dezember die Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen sinkt.“

Üblicherweise steigt sie in den Wintermonaten. Die derzeitige Entwicklung lasse vermuten, dass sie ohne den erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen noch stärker hätte sinken können. „Dies zeigt, wie widerstandsfähig unsere Wirtschaft ist und gibt gute Hoffnung für die Zeit nach den Eindämmungsmaßnahmen.“

Kurzarbeit verhinderte Schlimmeres

Nach einem der „schwärzesten Monate am Arbeitsmarkt in NRW überhaupt“ im April hat sich die Situation wieder deutlich stabilisiert. Damals meldeten sich 70.000 Menschen auf Jobsuche. Das Instrument der Kurzarbeit verhinderte dabei Schlimmeres und sicherte laut NRW-Regionaldirektion bis zu 1,2 Millionen Beschäftigungsverhältnisse. Gesellschaft und Wirtschaft seien „einigermaßen glimpflich“ durch die Pandemie gekommen.

Dennoch seien die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt weiter nicht zu übersehen: Im Dezember waren 110.025 mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 17,6 Prozent.

NRW besser als der Bundesschnitt

Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen war dabei im Trend zuletzt besser als im Bundesschnitt. Deutschlandweit stieg die Zahl der Menschen auf Jobsuche im Dezember um 8000 auf 2,71 Millionen. Auch hier fiel der Anstieg allerdings geringer aus als sonst zu dieser Jahreszeit. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,9 Prozent.

Auch die Zahl der Unternehmen, die Kurzarbeit anmeldeten, stieg weiter an: Vom 1. bis zum 28. Dezember wurden laut Bundesagentur Anzeigen für 666.000 Menschen gestellt. Die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit ist immer erst mit einigen Monaten Verzögerung messbar. Es ist aber bereits lange klar, dass in diesem Jahr so viele Menschen in Kurzarbeit waren wie niemals zuvor.

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Der bisherige Höchststand wurde im April mit rund sechs Millionen Personen erreicht – das entspricht 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wie sein Kollege aus NRW lobte auch Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, das Instrument der Kurzarbeit. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist eigentlich ganz gut, wenn man bedenkt, was für ein Jahr wir hinter uns haben“, sagte er am Dienstag.