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Deutschland droht RezessionDIW halbiert Prognose wegen des Iran-Kriegs

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Container werden im Osthafen entladen

Die deutsche Wirtschaft wird von Iran-Krieg ausgebremst

Der Iran-Krieg und hohe Ölpreise stoppen den Aufschwung. Das DIW rechnet nun mit einer leichten Rezession in Deutschland.

Eine Rezession in Deutschland ist laut einer Bewertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) infolge des Ölpreisschocks und des Iran-Krieges wahrscheinlich. Die Wirtschaftsexperten des Instituts haben ihre Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr 2026 auf ein Plus von nur noch 0,5 Prozent reduziert. Für das Folgejahr wird ein Zuwachs von 0,8 Prozent prognostiziert, was beides circa einen halben Prozentpunkt unter den vorherigen Annahmen liegt.

Der Konflikt im Iran hat den beginnenden Aufschwung der Konjunktur gestoppt, noch ehe dieser sich verfestigen konnte. „Gestiegene Öl- und Gaspreise treiben die Verbraucherpreise, schmälern die Kaufkraft der privaten Haushalte und verstärken die Unsicherheit.“ Nach der Bewertung des DIW wird die deutsche Wirtschaft voraussichtlich „sowohl im zweiten als auch im dritten Quartal leicht schrumpfen“ und sich erst gegen Jahresende wieder fangen.

Inflation und Arbeitsmarkt unter Druck

Auch die Menschen in der Region Köln müssen sich auf höhere Preise vorbereiten. Das DIW prognostiziert eine Inflationsrate von 2,9 Prozent für dieses Jahr und 3,0 Prozent für 2027, womit sie über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank läge. Kürzlich stand die Teuerungsrate in Deutschland bei 2,6 Prozent. Ferner wird ein temporärer Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent im Jahr 2026 erwartet, bevor diese 2027 voraussichtlich wieder auf 6,2 Prozent fällt.

Keine Wiederholung der Energiekrise von 2022

Eine zweite Energiekrise wie nach Beginn des Ukraine-Konflikts 2022/23 sei für Deutschland jedoch nicht zu befürchten, erklärt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. „Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukraine-Kriegs.“ Dass überhaupt ein Wachstum verzeichnet wird, ist laut DIW den milliardenschweren Sondervermögen geschuldet, da erhöhte Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur die Wirtschaft beleben.

Im Gegensatz dazu gewinnen der private Verbrauch und die für Deutschland bedeutende Exportwirtschaft nur zögerlich an Fahrt.

DIW-Präsident für gezielte Entlastungen

DIW-Präsident Marcel Fratzscher vertritt die Ansicht, dass die Bundesregierung passgenaue Schritte einleiten sollte, um gezielt Personen mit niedrigem Einkommen zu unterstützen, zum Beispiel durch eine Energiepreispauschale nach dem Vorbild von 2022. Der Tankrabatt sei hingegen kostspielig, nicht treffsicher und komme vor allem Mineralölkonzernen zugute. „Die Bundesregierung sollte diesen Fehler nicht ein zweites Mal wiederholen und den Tankrabatt daher nicht über den 30. Juni hinaus verlängern.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.