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Deutz AGKölner Motorenbauer befindet sich auf gutem Kurs

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Zu sehen ist das schwarz-rote Logo der Deutz AG am Standort in Köln Porz.

Das Logo der Deutz AG am Standort in Köln Porz. 

Geld verdient das Unternehmen weiter mit klassischen Verbrennern, die grüne Sparte schreibt noch rote Zahlen.

Der Kölner Motorenbauer Deutz sieht sich nach Führungsquerelen und trotz hoher Kosten für Energie und gestörter Lieferketten weiter auf einem guten Kurs. „Wir sind stolz, nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr nun auch im dritten Quartal zweistellige Zuwächse verzeichnen zu können“, sagte Vorstandschef Sebastian Schulte. Die außerordentlichen Verteuerungen über alle Bereiche hinweg bei gleichzeitig gestörten Lieferketten belasteten die gesamte Wirtschaft. Trotzdem habe Deutz die bereinigte Ergebnismarge um 2,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent steigern können.

Der Auftragsbestand habe Ende September mit rund 830 Millionen Euro auf einem sehr hohen Niveau gelegen. Der Auftragseingang wachse schneller, als er abgearbeitet werden könne, so Schulte. Zudem konnte das im S-Dax gelistete Unternehmen Preiserhöhungen zwischen acht und zwölf Prozent bei den Kunden durchsetzen. Auch infolgedessen legte der Umsatz um 19 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Forschungsprojekt mit BMW

In den ersten neun Monaten verkaufte Deutz insgesamt rund 169.000 Motoren, ein Plus von 16,5 Prozent. Geld verdient Deutz nach wie vor mit klassischen Verbrennermotoren. Das Unternehmen befindet sich allerdings mitten in der Transformation zu alternativen Antrieben. Das grüne Segment mit der Tochtergesellschaft Torqeedo, die elektrische Bootsantriebe baut, ist auch aufgrund der Investitionen für Forschung und Entwicklung nach wie vor defizitär.

Im Zuge seiner Wasserstoffstrategie, testet Deutz gerade zusammen mit BMW, DHL und Volvo den Einsatz von Lkw mit Wasserstoffverbrennungsmotor in der Transportlogistik. Dazu werden unter anderem zwei 18-Tonnen-Lkw entwickelt, in denen der Kölner Wasserstoffmotor zum Einsatz kommen wird. Das Investitionsvolumen des Forschungsprojekts mit einer Laufzeit von vier Jahren beläuft sich auf insgesamt 19,5 Millionen Euro und wird mit rund elf Millionen durch das Bundesverkehrsministerium gefördert.