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Einbruch bei Industrie-AufträgenNahost-Krieg belastet Nachfrage stärker als von Experten erwartet

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Aluminium

Hohe Energiepreise machen viele Produkte teurer.

Der Iran-Krieg belastet die deutsche Industrie: Die Aufträge brachen im April überraschend stark ein, vor allem aus dem Ausland.

Die Nachfrage in der deutschen Industrie wird durch den Iran-Krieg belastet. Im April gab es bei den Auftragseingängen einen stärkeren Rückgang als von Fachleuten prognostiziert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab, verringerten sich die Bestellungen im Vormonatsvergleich saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent. Volkswirte waren lediglich von einer Abnahme um 2,0 Prozent ausgegangen.

Darüber hinaus ist der Zuwachs für den Vormonat März um einen halben Prozentpunkt auf einen Wert von plus 4,5 Prozent korrigiert worden. Betrachtet man den stabileren Dreimonatszeitraum, so befand sich der Eingang an Aufträgen von Februar bis April um 3,1 Prozent unter dem Niveau der vorangegangenen drei Monate.

Hohe Energiepreise und Unsicherheit als Bremsklotz

Als Hauptgründe für diese Entwicklung gelten die durch den Iran-Krieg erhöhten Energiepreise sowie die damit einhergehende Unsicherheit. Die Stabilisierung der Auftragszahlen im März wird auf vorgezogene Orders zurückgeführt, da Firmen weitere Preissteigerungen befürchteten.

„Der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Geschäftsklima lässt keine baldige Erholung erwarten“, äußerte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Er geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen dürfte. „Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut.“

Bestellungen aus dem Ausland sinken besonders stark

Die gesamte Auftragsentwicklung wurde durch eine deutliche Abnahme der Neuaufträge in der Automobilbranche (minus 5,3 Prozent zum Vormonat) und bei der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (minus 16,3 Prozent) gedrückt. Im Maschinenbau verzeichneten die Aufträge einen Rückgang von 7,4 Prozent.

Besonders schwach zeigte sich die Nachfrage aus dem Ausland, vor allem aus der Eurozone. Die Auslandsorders sanken in Summe um 4,2 Prozent. Hierbei reduzierten sich die Bestellungen aus dem Euro-Währungsgebiet um 11,1 Prozent, während die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 0,8 Prozent zunahmen. Die Inlandsbestellungen verringerten sich um 2,9 Prozent.

Am kommenden Dienstag steht die Veröffentlichung der Zahlen zur Industrieproduktion für April an. Volkswirte rechnen hier mit einem leichten Zuwachs. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.